Kaisermantel
Argynnis paphia
Der Kaisermantel ist ein großer, orangefarbener Tagfalter mit schwarzen Flecken auf der Oberseite. Er ist bekannt für seinen kraftvollen Flug und die markanten silbernen Streifen auf der Unterseite der Hinterflügel. Die Art bevorzugt sonnige Waldränder, Lichtungen und naturnahe Mischwälder mit reichem Blütenangebot.

Details
Erkennungsmerkmale
Silberne Streifen auf der Hinterflügelunterseite (keine Perlmuttflecken), Flügelspannweite 54-70 mm, Männchen mit Duftstreifen.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch; Männchen zeigen ein ausgeprägtes Patrouillenverhalten zur Partnersuche.
Ernährung
Falter nutzen Nektar (besonders Brombeeren, Disteln, Wasserdost); Raupen fressen ausschließlich Veilchen (Viola spp.).
Laichsubstrat
Baumrinde (Eier werden in Ritzen von Stämmen in der Nähe von Veilchen abgelegt).
Überwinterung
Überwinterung als junge Eiraupe (L1) in Rindenritzen von Baumstämmen.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Bestäuber in Waldökosystemen und Beutetier für Vögel und Insektenfresser.
Natürliche Feinde
Vögel, Spinnen, Hornissen, Raubfliegen.
Konkurrenzarten
Andere Perlmuttfalter-Arten bei der Nektarsuche.
Ökosystemleistung
Bestäubung von Wildpflanzen am Waldrand.
Bedrohungen
Verlust von lichten Waldstrukturen, intensive Forstwirtschaft, Stickstoffeintrag in Waldböden.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Größter mitteleuropäischer Perlmuttfalter der Gattung Argynnis. Eindeutiges Merkmal sind die silbernen Streifen (keine runden Flecken) auf der Hinterflügelunterseite. Männchen zeigen Duftschuppenstreifen entlang der Adern V1 bis V4.