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Bestäuber

Rotpelzige Sandbiene

Andrena fulva

RL LC§ Geschützt

Die Rotpelzige Sandbiene ist eine solitäre Wildbienenart, die besonders durch die dichte, fuchsrote Behaarung der Weibchen auffällt. Sie gehört zu den frühesten Bienenarten des Jahres und ist häufig in Gärten, Parks und an Waldrändern anzutreffen. Die Weibchen graben tiefe Niströhren in den Boden, wobei sie charakteristische kleine Erdhügel am Eingang hinterlassen. Als polylektische Art spielt sie eine wesentliche Rolle bei der Bestäubung von Obstbäumen und Beerensträuchern im zeitigen Frühjahr.

Details

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Erkennungsmerkmale

Weibchen: Rücken fuchsrot behaart, Bauch und Beine schwarz; Männchen: schlanker, bräunlich-grau behaart mit weißem Gesicht.

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Sozialverhalten

Solitäre Lebensweise, bildet jedoch häufig Nestaggregationen (Kolonien) an geeigneten Bodenstellen.

🍽️

Ernährung

Polylektisch; sammelt Pollen an Pflanzen aus mindestens 10 verschiedenen Familien, darunter Rosaceae, Salicaceae und Aceraceae.

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Laichsubstrat

Sandiger, lehmiger oder lockerer Boden, oft in kurzrasigen Rasenflächen oder Beeten.

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Überwinterung

Überwinterung als Imago (fertig entwickeltes Insekt) in der unterirdischen Brutzelle.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Bestäuber für frühblühende Pflanzen und Nutzpflanzen wie Johannisbeeren und Stachelbeeren.

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Natürliche Feinde

Kuckucksbienen (Nomada signata), räuberische Fliegen, Vögel und verschiedene Spinnenarten.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere frühfliegende Sandbienenarten bei der Nistplatzwahl.

🌟

Ökosystemleistung

Bestäubung von Wildpflanzen und Obstgehölzen zur Sicherung der Biodiversität und Ernteerträge.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Nistmöglichkeiten durch Bodenversiegelung und intensives Mähen von Rasenflächen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Sandbienen

Erkennungsmerkmale

Weibchen durch die dichte rote Pelzbehaarung und die schwarze Endfranse fast unverwechselbar. Männchen besitzen sehr lange Mandibeln, die an der Basis einen deutlichen Zahn aufweisen. Die Art gehört zur Untergattung Andrena s. str.

Lebensraum

Mäßig anthropogen beeinflusste Offenlandschaften, Siedlungsbereiche (Gärten, Parks), Waldränder und Streuobstwiesen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Versiegelung von Bodenflächen, intensive Rasenpflege (häufiges Mähen, Vertikutieren), Einsatz von Pestiziden in Hausgärten.

Bestandstrend

Stabil; die Art gilt als Kulturfolger und ist in urbanen Räumen oft häufig anzutreffen.

Schutzmaßnahmen

Erhalt von offenen Bodenstellen in Gärten, Förderung heimischer Frühblüher (insb. Weiden), Verzicht auf Insektizide und Akzeptanz von Nestaggregationen in Rasenflächen.

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