Zum Inhalt springen
Reptil

Ringelnatter

Natrix natrix

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Die Ringelnatter ist eine mittelgroße, ungiftige Schlange, die in weiten Teilen Europas und Asiens vorkommt. Sie ist bekannt für ihre markanten gelben bis weißlichen „Halbmondflecken“ am Hinterkopf. Als semiaquatische Art lebt sie bevorzugt in der Nähe von stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Amphibien wie Fröschen und Kröten.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Gelbe bis weiße Nackenflecken, runde Pupillen, gekielte Schuppen, meist graue bis olivgrüne Grundfarbe mit schwarzen Flecken.

🐠

Sozialverhalten

Grundsätzlich einzelgängerisch, bildet jedoch Ansammlungen bei der Paarung („Paarungsknoten“) und in Winterquartieren.

🍽️

Ernährung

Ernährt sich fast ausschließlich von Amphibien (Frösche, Kröten, Molche), gelegentlich auch Fische oder kleine Säugetiere.

🎯

Jagdstrategie

Aktive Suche sowohl an Land als auch im Wasser; die Beute wird visuell und geruchlich fixiert und lebend verschlungen.

🥚

Laichsubstrat

Warmes, sich zersetzendes organisches Material wie Kompost, Misthaufen oder morsches Holz.

❄️

Überwinterung

Winterstarre in frostfreien Erdlöchern, Komposthaufen oder Baumstümpfen von Oktober bis April.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator in aquatischen und terrestrischen Ökosystemen; dient selbst als Nahrung für Greifvögel und Raubsäuger.

🦅

Natürliche Feinde

Graureiher, Mäusebussard, Weißstorch, Igel, Fuchs, Marder.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Amphibienfresser wie der Graureiher oder die Würfelnatter (in überlappenden Habitaten).

🌟

Ökosystemleistung

Regulierung von Amphibienpopulationen.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Feuchtgebieten, Zerstörung von Eiablageplätzen, Straßenverkehr und Rückgang der Amphibienpopulationen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Nattern

Erkennungsmerkmale

Helle Nackenflecken (Halsring), runde Pupillen, gekielte Schuppen. Bei Bedrohung zeigt sie oft Thanatose (Totstellreflex) oder stößt ein übelriechendes Sekret aus den Postanaldrüsen aus.

Lebensraum

Stark wassergebunden: Uferzonen von Seen, Teichen, Fließgewässern, Moore, Feuchtwiesen. Auch in strukturreichen Gärten, Steinbrüchen und an Waldrändern mit Nähe zu Gewässern zu finden.

Ernährung

Primär Amphibien (Frösche, Kröten, Molche und deren Larven). Gelegentlich Fische, seltener kleine Säugetiere oder Eidechsen.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiger Prädator von Amphibienpopulationen. Selbst Beute für Greifvögel (z. B. Schlangenadler), Reiher, Störche, Igel, Marder und Hauskatzen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Verlust und Fragmentierung von Feuchtgebieten, Trockenlegung von Laichgewässern, Verlust von Eiablageplätzen (Entfernung von Kompost/Mist), Straßentod während der Wanderungen.

Bestandstrend

In Deutschland auf der Vorwarnliste (V); Bestände in intensiv genutzten Agrarlandschaften stark rückläufig.

Schutzmaßnahmen

Schutz und Vernetzung von Feuchtlebensräumen, Anlage künstlicher Eiablageplätze (Schlangenburgen), Erhalt von Pufferzonen an Gewässern.

Wikipedia →