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Säugetier

Ostschermaus

Arvicola amphibius

RL LC🔬 Zeigerart

Die Ostschermaus ist ein kräftig gebautes Nagetier aus der Unterfamilie der Wühlmäuse. Sie besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen, von den Uferzonen stehender und fließender Gewässer bis hin zu trockenen Wiesen, wo sie ausgedehnte unterirdische Gangsysteme anlegt. Charakteristisch sind der plumpe Körperbau, die im Fell fast verborgenen Ohren und der im Vergleich zu anderen Wühlmäusen relativ lange Schwanz.

Details

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Erkennungsmerkmale

Stumpfe Schnauze, kleine Augen, Ohren ragen kaum aus dem dichten Fell hervor, Schwanzlänge beträgt etwa halbe Körperlänge.

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Sozialverhalten

Lebt in Familiengruppen innerhalb territorialer Reviere; Männchen sind während der Paarungszeit besonders territorial.

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Ernährung

Nahezu ausschließlich herbivor; ernährt sich von Wurzeln, Knollen, Gräsern, Kräutern und Wasserpflanzen.

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Überwinterung

Winteraktiv; legt in tiefer gelegenen Gangsystemen Vorratskammern mit Wurzeln und Knollen an.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtige Beute für Prädatoren; fördert durch Grabetätigkeit die Bodendurchmischung und schafft Mikrohabitate.

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Natürliche Feinde

Rotfuchs, Hermelin, Mauswiesel, Graureiher, Schleiereule, Waldkauz, Hecht.

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Konkurrenzarten

Bisamratte (im aquatischen Bereich), Wanderratte, Feldmaus.

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Ökosystemleistung

Bioturbation (Bodenbelüftung und Nährstoffverteilung) sowie Samenverbreitung.

⚠️

Bedrohungen

Lebensraumverlust durch Entwässerung von Feuchtwiesen, Uferverbauung und intensive landwirtschaftliche Bekämpfung.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Wühlmäuse

Erkennungsmerkmale

Große Wühlmaus mit stumpfer Schnauze und kleinen, fast völlig im Fell verborgenen Ohren. Der Schwanz ist behaart und erreicht etwa 50-70% der Körperlänge. Kräftige Grabkrallen.

Lebensraum

Uferzonen von stehenden und langsam fließenden Gewässern mit dichter Vegetation (Schilf, Seggen). Terrestrische Formen besiedeln auch Wiesen, Obstgärten und Deiche mit hohem Grundwasserstand.

Ernährung

Fast ausschließlich herbivor: Wasserpflanzen, Gräser, Kräuter, Wurzeln, Knollen und Baumrinde. Selten Insekten oder kleine Fische.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Lebensraumverlust durch Gewässerverbauung und Trockenlegung von Feuchtwiesen; Prädation durch den invasiven Mink; direkte Bekämpfung als Schädling.

Bestandstrend

Global stabil, aber in Westeuropa (insb. Großbritannien) dramatische Rückgänge. In Deutschland regional stabil bis abnehmend.

Schutzmaßnahmen

Renaturierung von Fließgewässern, Erhalt von Uferrandstreifen, Management invasiver Prädatoren (Mink-Kontrolle).

Wikipedia →