Schmalblättrige Wasserpest
Elodea nuttallii
Die Schmalblättrige Wasserpest ist eine aus Nordamerika stammende, ausdauernde krautige Wasserpflanze. Sie wächst vollständig untergetaucht und bildet lange, verzweigte Stängel, die dichte Teppiche am Gewässergrund oder im Freiwasser bilden können. Ihre Blätter sind schmal-lanzettlich, meist drei-quirlständig und oft charakteristisch spiralig gedreht oder zurückgekrümmt. In Europa gilt sie als invasiver Neophyt, der durch sein schnelles Wachstum heimische Arten verdrängt und die Gewässerökologie stark beeinflussen kann.

Details
Sauerstoffproduktion
Sehr hoch während der Photosynthesephasen am Tag.
Habitatfunktion
Wichtiger Rückzugsort für aquatische Wirbellose und Laichplatz für Fische.
Nährstoffaufnahme
Sehr hohe Effizienz bei der Aufnahme von Stickstoff und Phosphor direkt aus der Wassersäule.
Nahrungsquelle für
Nahrung für verschiedene Wasservögel und phytophage Fische.
Nutzung durch Menschen
Früher als Aquarienpflanze und zur biologischen Abwasserreinigung genutzt.
Ökologie
Ökologische Rolle
Bietet Lebensraum und Schutz für Jungfische und Makrozoobenthos, kann aber durch Sauerstoffzehrung bei Massenentwicklungen Probleme verursachen.
Natürliche Feinde
Wasservögel (z.B. Blässhühner), pflanzenfressende Fische (z.B. Rotfedern, Graskarpfen) und Wirbellose.
Konkurrenzarten
Elodea canadensis, Myriophyllum spicatum, Potamogeton pectinatus.
Ökosystemleistung
Sauerstoffproduktion, Nährstoffbindung und Stabilisierung des Sedimentzustands.
Bedrohungen
Keine; die Art ist selbst eine Bedrohung für die Biodiversität in Neobiota-Gebieten.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
In Europa erfolgt die Vermehrung fast ausschließlich vegetativ durch Fragmentation. Bereits kleinste Sprossteile können zu neuen Individuen heranwachsen. Die Ausbreitung erfolgt über Wasserströmungen, Wasservögel oder menschliche Aktivitäten (Boote, Angelsport).
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
In ihrem natürlichen Areal (Nordamerika) nicht gefährdet. In Europa ist sie selbst eine Bedrohung für die aquatische Biodiversität.