Grüne Huschspinne
Micrommata virescens
Die Grüne Huschspinne ist ein markanter Vertreter der Riesenkrabbenspinnen in Europa. Sie baut keine Fangnetze, sondern jagt frei in der Vegetation von sonnigen Waldrändern und feuchten Wiesen. Ihre grüne Färbung dient als hervorragende Tarnung zwischen Blättern und Gräsern, während sie auf Beute lauert.

Details
Erkennungsmerkmale
Leuchtend grüner Körper, acht Augen in zwei Querreihen, Fehlen von Dornen an der Unterseite der Metatarsen, Männchen mit roten Abdominalstreifen.
Sozialverhalten
Solitär lebend und gegenüber Artgenossen oft aggressiv oder kannibalistisch.
Ernährung
Insekten wie Fliegen, kleine Käfer, Heuschrecken und gelegentlich Schmetterlinge.
Jagdstrategie
Lauerjäger, der sich ohne Netz aktiv auf Beutetiere stürzt.
Überwinterung
Überwinterung als Subadultus (Jungspinne) in der Bodenstreu oder unter Moos.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Prädator zur Regulation von Insektenpopulationen in der Krautschicht.
Natürliche Feinde
Vögel, Eidechsen, Schlupfwespen und größere Raubspinnen.
Konkurrenzarten
Andere Jagdspinnen wie Krabbenspinnen oder Wolfspinnen im gleichen Habitat.
Ökosystemleistung
Biologische Schädlingskontrolle durch Prädation von phytophagen Insekten.
Bedrohungen
Verlust von halboffenen Lebensräumen durch intensive Landwirtschaft und Verbuschung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Einzige Art der Familie Sparassidae in Mitteleuropa. Charakteristisch ist die grüne Färbung und die Augenstellung in zwei Reihen (4:4), wobei die Augen weißlich behaart umrandet sind. Keine Fangnetze.
Lebensraum
Lichte Laubwälder, Waldränder, sonnige Wiesen mit hohem Grasanteil, Gebüsche und Halbtrockenrasen. Bevorzugt warme Standorte.
Rolle im Nahrungsnetz
Wichtiger Prädator in der Krautschicht zur Regulation von Insektenpopulationen; dient selbst als Nahrung für Vögel und Wegwespen.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Verlust von strukturreichen Waldrändern und extensiv genutztem Grünland durch Intensivierung der Landwirtschaft oder Verbuschung.
Bestandstrend
In Deutschland aktuell als 'ungefährdet' eingestuft, regional stabil, profitiert teilweise von Klimaerwärmung.