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Pilz

Wasser-Zitronenpilz

Vibrissea truncorum

RL VU🔬 Zeigerart

Der Wasser-Zitronenpilz, auch Bach-Kreisling genannt, ist ein seltener Schlauchpilz aus der Ordnung der Helotiales. Er besiedelt totes, meist entrindetes Laubholz, das in kalten, schnell fließenden und sauerstoffreichen Gebirgsbächen liegt. Die Fruchtkörper erscheinen im Frühjahr und Sommer und ragen oft knapp über die Wasseroberfläche hinaus oder befinden sich in der Spritzwasserzone. Aufgrund seiner hohen Ansprüche an die Wasserqualität gilt er als Bioindikator für unbelastete Gewässer.

Details

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Erkennungsmerkmale

Leuchtend gelbes bis orangefarbenes, scheibenförmiges Köpfchen (2-6 mm Durchmesser) auf einem weißlich-grauen bis bläulichen Stiel.

🍽️

Ernährung

Saprotroph; der Pilz ernährt sich durch den Abbau von Lignin und Cellulose aus untergetauchtem Totholz.

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Überwinterung

Überwinterung als Myzel im Substrat (untergetauchtes Holz).

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Primärzersetzer von Totholz in aquatischen Ökosystemen; führt Nährstoffe in die Nahrungskette zurück.

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Natürliche Feinde

Aquatische Insektenlarven (z.B. Köcherfliegenlarven) und Schnecken.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere aquatische hyphomyceten und holzzersetzende Pilze.

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Ökosystemleistung

Stoffkreislaufregulierung durch Abbau von organischem Material in Fließgewässern.

⚠️

Bedrohungen

Gewässerverschmutzung, Eutrophierung, Bachverbauung und die Entfernung von Totholz aus Gewässern.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Vibrisseaceae (Wasserkreiselpilzverwandte)

Erkennungsmerkmale

Charakteristisch ist das aquatische Habitat auf untergetauchtem Holz in sauberen Bächen. Mikroskopisch durch extrem lange, fadenförmige Ascosporen (bis zu 250 µm) gekennzeichnet, die oft bündelweise aus den Asci ragen.

Lebensraum

Schnell fließende, saubere, oligotrophe bis mesotrophe Gebirgs- und Mittelgebirgsbäche; bevorzugt in der Spritzwasserzone oder direkt unter der Wasseroberfläche.

Fortpflanzung

Sexuelle Vermehrung über Ascosporen, die in spezialisierten Schläuchen (Asci) gebildet werden.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Gewässerverschmutzung (Eutrophierung), Bachverbauung, Entfernung von Totholz (Gewässerunterhaltung) und Erwärmung der Gewässer durch den Klimawandel.

Schutzmaßnahmen

Erhalt naturnaher Bachdynamik, Belassen von Totholz in Fließgewässern, Schutz von Quellbereichen und Reduktion von Nährstoffeinträgen.

Wikipedia →