Gemeiner Grashüpfer
Pseudochorthippus parallelus
Der Gemeine Grashüpfer ist eine der am weitesten verbreiteten Heuschreckenarten Mitteleuropas und besiedelt fast alle Arten von offenem Grünland. Die Art zeichnet sich durch einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus aus, wobei die Weibchen deutlich größer sind und meist verkürzte Flügel besitzen. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wiese und dient vielen Tieren als Nahrung.

Details
Erkennungsmerkmale
Fast gerade Halsschild-Seitenkiele; Weibchen mit kurzen Flügeln; Männchen mit Flügeln, die fast bis zum Hinterleibsende reichen.
Sozialverhalten
Männchen besetzen Singwarten und zeigen ein komplexes akustisches Verhalten (Werbe- und Rivalengesang).
Ernährung
Herbivor; ernährt sich von verschiedenen Gräsern, insbesondere Süßgräsern (Poaceae).
Laichsubstrat
Eier werden in lockere Erde oder an die Basis von Grashalmen abgelegt.
Überwinterung
Überwinterung erfolgt ausschließlich im Eistadium im Boden.
Ökologie
Ökologische Rolle
Primärkonsument; wandelt pflanzliche Biomasse um und ist eine essenzielle Nahrungsquelle für höhere Trophiestufen.
Natürliche Feinde
Vögel, Spinnen, Raubfliegen, Laufkäfer, Amphibien.
Konkurrenzarten
Andere Grashüpferarten wie Chorthippus biguttulus oder Omocestus viridulus.
Ökosystemleistung
Beitrag zum Nährstoffkreislauf; wichtige Beute für bedrohte Vogelarten.
Bedrohungen
Intensive Landwirtschaft (häufige Mahd), Pestizideinsatz, Habitatfragmentierung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Halsschild-Seitenkiele fast parallel (nur schwach nach innen gebogen); Flügel beim Männchen verkürzt (enden vor dem Hinterleibsende), beim Weibchen sehr kurz und schuppenförmig; Hinterknie meist dunkel gefärbt.
Lebensraum
Eurytop; besiedelt ein breites Spektrum von mäßig trockenen bis feuchten Offenlandhabitaten, darunter Fettwiesen, Weiden, Waldlichtungen, Moore und Wegränder.