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Säugetier

Teichfledermaus

Myotis dasycneme

RL NT§ Geschützt🔬 Zeigerart🦅 Wanderart

Die Teichfledermaus ist eine mittelgroße europäische Fledermausart, die eng an große, offene Wasserflächen gebunden ist. Sie jagt bevorzugt in geringer Höhe über Kanälen, Flüssen und Seen nach wassergebundenen Insekten. Charakteristisch sind ihre auffallend großen Füße, die als Anpassung an das Fangen von Beute direkt von der Wasseroberfläche dienen. Die Art ist ein typischer Bewohner des Tieflands und nutzt Gebäude als Sommerquartiere sowie Höhlen oder Stollen zur Überwinterung.

Details

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Erkennungsmerkmale

Große Füße (über 10 mm), graubraunes Rückenfell, scharf abgesetzte weißgraue Unterseite, Ohren mit kurzem, stumpfem Tragus.

🐠

Sozialverhalten

Bildet im Sommer soziale Wochenstubengesellschaften aus Weibchen; Männchen leben meist einzeln oder in kleinen Junggesellengruppen.

🍽️

Ernährung

Spezialisiert auf wassergebundene Insekten, insbesondere Zuckmücken (Chironomidae), Köcherfliegen und gelegentlich kleine Nachtfalter.

🎯

Jagdstrategie

Trawler-Jagdweise; fängt Insekten im Flug direkt von der Wasseroberfläche unter Einsatz der großen Füße oder der Schwanzflughaut.

❄️

Überwinterung

Winterschlaf in feuchten, frostfreien unterirdischen Quartieren wie Höhlen, Stollen, Bunkern oder Kellern.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator für Insektenpopulationen in Feuchtgebieten; trägt zur biologischen Kontrolle von Mücken bei.

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Natürliche Feinde

Eulen (z. B. Schleiereule), Greifvögel, Hauskatzen (an Quartieren) und Marder.

⚔️

Konkurrenzarten

Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) aufgrund ähnlicher Jagdhabitate und Beutespektren.

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Schädlingsbekämpfung durch den Konsum großer Mengen an Insekten.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Quartieren durch Gebäudesanierung, Wasserverschmutzung, Pestizideinsatz und Zerschneidung von Flugkorridoren durch künstliches Licht.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Glattnasen

Erkennungsmerkmale

Charakteristisch sind die sehr großen Füße (über 10 mm Länge), die zur Jagd an der Wasseroberfläche dienen. Die Ohren sind relativ kurz und ragen angelegt kaum über die Schnauzenspitze hinaus. Der Tragus ist schmal und etwa halb so lang wie das Ohr.

Lebensraum

Bevorzugt große, offene Wasserflächen wie Seen, breite Kanäle und langsam fließende Flüsse als Jagdgebiete. Wochenstuben befinden sich meist in Gebäuden (Dachböden), Winterquartiere in feuchten Höhlen, Stollen oder Bunkern.

Ernährung

Opportunistische Insektenfresser; Hauptnahrung sind Zuckmücken (Chironomidae), Köcherfliegen (Trichoptera), kleine Nachtfalter und gelegentlich aquatische Krustentiere.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusVorwarnliste (NT)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX
FFH-Anhang
II/IV

Hauptbedrohungen

Verlust von Quartieren durch energetische Gebäudesanierung, Pestizideinsatz in der Landwirtschaft, Gewässerverschmutzung und Lichtverschmutzung an Flugrouten.

Bestandstrend

Stabil bis leicht abnehmend; in Deutschland als 'stark gefährdet' (Rote Liste 2) eingestuft aufgrund der Abhängigkeit von spezifischen Quartiertypen.

Schutzmaßnahmen

Schutz und Erhalt von Wochenstuben in Gebäuden, Sicherung von Winterquartieren, Förderung insektenreicher Gewässer, Anlage von Hecken als Leitstrukturen.

Wikipedia →