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Bestäuber

Hauhechel-Bläuling

Polyommatus icarus

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Der Hauhechel-Bläuling ist einer der am häufigsten vorkommenden Tagfalter in Mitteleuropa. Er besiedelt eine Vielzahl von offenen Lebensräumen, von Magerrasen bis hin zu Gartenanlagen. Die Art zeichnet sich durch einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus aus, bei dem die Männchen leuchtend blaue Flügeloberseiten besitzen. Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Schmetterlingsblütlern, insbesondere Hornklee und Hauhechel.

Details

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Erkennungsmerkmale

Flügelunterseiten graubraun mit schwarzen, weiß umrandeten Augenpunkten und orangefarbenen Randflecken; Basalfleck auf der Vorderflügelunterseite vorhanden.

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Sozialverhalten

Einzelgängerisch; Männchen zeigen territoriales Verhalten bei der Suche nach Weibchen.

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Ernährung

Raupen fressen Blätter von Hülsenfrüchtlern (Fabaceae); Imagines nutzen Nektar einer Vielzahl von Blütenpflanzen.

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Laichsubstrat

Blätter und Stängel von Fabaceae, insbesondere Lotus corniculatus und Ononis-Arten.

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Überwinterung

Überwinterung als Raupe (L3-Stadium) in der Bodenstreu oder an der Basis der Futterpflanze.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Bestäuber und wichtige Nahrungsquelle für insektenfressende Vögel und Wirbellose.

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Natürliche Feinde

Vögel, Spinnen, Raubwanzen, Schlupfwespen (Parasitoide).

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Bläulingsarten wie der Silbergrüne Bläuling (Polyommatus coridon) in überlappenden Habitaten.

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Ökosystemleistung

Bestäubung von Wildpflanzen und Förderung der Biodiversität.

⚠️

Bedrohungen

Intensivierung der Landwirtschaft, übermäßige Düngung, Verlust von Brachflächen und Pestizideinsatz.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Bläulinge

Erkennungsmerkmale

Charakteristisch ist der Basalfleck in der Zelle auf der Unterseite der Vorderflügel (fehlt bei Polyommatus thersites). Auf der Hinterflügel-Unterseite befindet sich oft ein weißer, keilförmiger Wisch zwischen den orangen Randmonden und der Postdiskalregion. Die Fransen sind rein weiß und nicht gescheckt (Unterschied zu P. bellargus).

Lebensraum

Sehr euryöke Art; besiedelt ein breites Spektrum an Offenlandhabitaten wie Magerrasen, Wiesen, Brachen, Böschungen, Waldränder sowie Gärten und Parks im Siedlungsbereich.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Intensivierung der Landwirtschaft (häufige Mahd, hoher Düngereintrag), Verlust von Brachen und Magerrasen, Habitatfragmentierung und zunehmende Versiegelung der Landschaft.

Bestandstrend

In Deutschland insgesamt stabil und weit verbreitet, jedoch lokale Rückgänge in intensiv genutzten Agrarlandschaften verzeichnet (Rote Liste Deutschland: Ungefährdet).

Schutzmaßnahmen

Förderung einer extensiven Grünlandnutzung, Erhalt von Saumstrukturen, Reduktion des Pestizideinsatzes und Schaffung von Trittsteinbiotopen zur Vernetzung von Populationen.

Wikipedia →