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Zooplankton

Zierlicher Hüpferling

Metacyclops gracilis

RL LC🔬 Zeigerart

Der Zierliche Hüpferling ist ein kleiner Vertreter der Cyclopoida, der durch einen besonders schlanken Körperbau gekennzeichnet ist. Er besiedelt bevorzugt stehende Kleingewässer, Gräben und die Uferzonen größerer Seen, meist inmitten von Wasserpflanzen. Die Art ist in Europa weit verbreitet, reagiert jedoch empfindlich auf die Zerstörung von Kleingewässerbiotopen. Wie andere Hüpferling-Arten bewegt er sich ruckartig schwimmend fort.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Körper sehr schlank; erste Antennen kurz (11-gliedrig); Endglieder der Schwimmbeine zweigliedrig; Furkaläste etwa 3-mal so lang wie breit.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch, tritt jedoch oft in hohen Individuendichten in geeigneten Habitaten auf.

🍽️

Ernährung

Allesfresser; ernährt sich von organischem Detritus, Algen, Bakterien und Protozoen.

🎯

Jagdstrategie

Filtrierer und Greifer von Kleinstpartikeln und Mikroorganismen aus dem Wasser.

🥚

Laichsubstrat

Eier werden in paarigen Säckchen am Hinterleib des Weibchens getragen.

❄️

Überwinterung

Überwinterung meist im Sediment als Larvenstadium (Copepodid) oder als Dauerei.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Primär- und Sekundärkonsument; dient als essenzielle Nahrungsquelle für Fischlarven und räuberisches Makrozoobenthos.

🦅

Natürliche Feinde

Jungfische, räuberische Insektenlarven (z.B. Libellenlarven), Wassermilben.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Cyclopoida-Arten und Cladoceren (Wasserflöhe).

🌟

Ökosystemleistung

Trägt zur Selbstreinigung von Gewässern durch den Abbau organischer Substanz bei.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Kleingewässern, Eutrophierung, Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Cyclopidae (Hüpferlinge)

Erkennungsmerkmale

Charakteristisch ist die 11-gliedrige erste Antenne (A1). Das 5. Schwimmbein (P5) ist stark reduziert: Das Basalglied ist mit dem Thoraxsegment verschmolzen, das einzige freie Glied trägt einen terminalen Dorn und eine Borste. Die Furca-Äste sind etwa 3 bis 4 Mal so lang wie breit. Die Endglieder der Innenäste des 4. Beinpaares sind schlank gebaut.

Fortpflanzung

Sexuelle Fortpflanzung; Weibchen tragen zwei seitlich angeordnete Eisäcke. Die Entwicklung verläuft über sechs Nauplius- und fünf Copepodidstadien bis zum Adultus.

Rolle im Nahrungsnetz

Sekundärkonsument; wichtige trophische Brücke zwischen der mikrobiellen Schleife (Einzeller) und höheren Prädatoren wie Fischen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Verlust und Trockenlegung von Kleingewässern, Eutrophierung durch landwirtschaftliche Einträge und chemische Belastung durch Pestizide.

Wikipedia →