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Bodeninsekt

Lauchschrecke

Mecostethus parapleurus

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Die Lauchschrecke ist eine mittelgroße Heuschrecke, die bevorzugt in feuchten Lebensräumen wie Niedermooren und Seggenrieden vorkommt. Sie zeichnet sich durch eine meist hellgrüne bis gelbgrüne Färbung und einen markanten dunklen Längsstreifen aus, der vom Auge über das Halsschild verläuft. Die Flügel sind gut entwickelt und überragen bei beiden Geschlechtern die Hinterknie, was sie zu einer guten Fliegerin macht. In Deutschland ist sie vor allem in den südlichen Bundesländern verbreitet, breitet sich aber durch die Klimaerwärmung nach Norden aus.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Grüne Grundfarbe, schwarzer Längsstreifen hinter dem Auge, Hinterknie meist hell (nicht schwarz), lange Flügel.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch; Männchen locken Weibchen durch ein kurzes, klickendes Gesangsgeräusch an.

🍽️

Ernährung

Rein pflanzenfressend, ernährt sich hauptsächlich von verschiedenen Gräsern (Poaceae) und Seggen (Cyperaceae).

🥚

Laichsubstrat

Feuchter Boden oder dichte Grasbüschel.

❄️

Überwinterung

Überwinterung als Ei im Boden oder in Pflanzenstängeln.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Primärkonsument; dient als wichtige Nahrungsquelle für insektenfressende Vögel, Spinnen und Amphibien.

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Natürliche Feinde

Vögel, Webspinnen, Raubfliegen, Frösche.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere hygrophile Feldheuschrecken wie die Sumpfschrecke.

🌟

Ökosystemleistung

Trägt zum Nährstoffkreislauf durch die Zersetzung von pflanzlicher Biomasse bei.

⚠️

Bedrohungen

Lebensraumverlust durch Entwässerung von Feuchtwiesen und intensive landwirtschaftliche Nutzung.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Feldheuschrecken

Erkennungsmerkmale

Schlanke Gestalt; Flügel beim Männchen und Weibchen lang (überragen das Hinterleibsende); schwarzer Augenstreif; Hinterschienen meist gelblich oder grünlich, nie rot. Der Gesang besteht aus kurzen, scharfen 'Zick'-Lauten, die in unregelmäßigen Abständen geäußert werden.

Lebensraum

Bevorzugt feuchte bis nasse Habitate wie Feuchtwiesen, Niedermoore, Seggenriede und Ufervegetation. In jüngster Zeit auch zunehmend in mesophilem Grünland und Brachen zu finden, sofern die Luftfeuchtigkeit in der Krautschicht ausreichend hoch ist.

Ernährung

Herbivor; ernährt sich von verschiedenen Gräsern (Poaceae) und Sauergräsern (Cyperaceae).

Rolle im Nahrungsnetz

Primärkonsument; dient als wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Vögel (z. B. Neuntöter), Spinnen und Amphibien in Feuchtgebieten.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Intensivierung der Landwirtschaft (frühe Mahd, hohe Düngung), Entwässerung von Feuchtgebieten, Verlust von Saumstrukturen und Habitatfragmentierung.

Bestandstrend

In Deutschland insgesamt stabil bis zunehmend, besonders in Norddeutschland Ausbreitungstendenzen erkennbar (Klimagewinner).

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Wiedervernässung von Feuchtgrünland; Einführung einer späten Mahd (nach Juli) oder Staffelmahd; Verzicht auf Düngung in Kernhabitaten.

Wikipedia →