Wasserminze
Mentha aquatica
Die Wasserminze ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die bevorzugt an Ufern, in Gräben und auf nassen Wiesen wächst. Sie erreicht Wuchshöhen von bis zu 80 Zentimetern und zeichnet sich durch ihren intensiven, minzartigen Geruch aus, der beim Zerreiben der Blätter freigesetzt wird. Die kugeligen Blütenstände erscheinen von Juli bis Oktober und bieten eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Dank ihrer Ausläufer kann die Pflanze dichte Bestände bilden und trägt zur Uferbefestigung bei.

Details
Sauerstoffproduktion
Produziert Sauerstoff durch Photosynthese, der bei emerser Form hauptsächlich an die Atmosphäre abgegeben wird.
Habitatfunktion
Dient als Laichsubstrat für Amphibien und als Versteck für Jungfische in der Flachwasserzone.
Nährstoffaufnahme
Hohe Kapazität zur Aufnahme von Stickstoff und Phosphor, trägt zur Wasserreinigung bei.
Nahrungsquelle für
Bienen, Schwebfliegen, Schmetterlinge und die Larven einiger Blattkäfer.
Nutzung durch Menschen
Verwendung als Heilpflanze (Tee bei Magenbeschwerden), Gewürz und zur Gewinnung von ätherischen Ölen.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Pionierpflanze in Verlandungszonen; bietet Lebensraum und Deckung für aquatische Invertebraten.
Natürliche Feinde
Verschiedene Käferarten (z. B. Minzeblattkäfer) und gelegentlich Weidevieh.
Konkurrenzarten
Andere stark wüchsige Uferstauden wie der Blutweiderich oder Seggen-Arten.
Ökosystemleistung
Uferstabilisierung, Nährstofffiltration aus dem Wasser, Bereitstellung von Nektar für Bestäuber.
Bedrohungen
Entwässerung von Feuchtgebieten, intensive Uferbebauung und starke Überdüngung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Generativ über Samen (Ausbreitung durch Wasser) und vegetativ über weitreichende ober- und unterirdische Ausläufer (Stolonen).
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Zerstörung von Feuchtgebieten, Entwässerungsmaßnahmen, intensive Ufernutzung und übermäßige Beweidung.