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Aquatisches Insekt

Großes Granatauge

Erythromma najas

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Das Große Granatauge ist eine Libellenart aus der Familie der Schlanklibellen. Die Männchen sind durch ihre leuchtend tiefroten Augen und die blauen Hinterleibsenden auf einem ansonsten dunklen Körper gut erkennbar. Sie besiedeln bevorzugt stehende Gewässer mit ausgeprägten Schwimmblattzonen, wie Seerosen- oder Teichrosenfelder.

Details

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Erkennungsmerkmale

Männchen: Augen leuchtend rot, Abdomenoberseite schwarz, Segmente 1, 9 und 10 blau. Weibchen: Augen oben braun, unten gelbgrün, Körper bronzeschwarz mit hellen Seiten.

🐠

Sozialverhalten

Männchen sind territorial und verteidigen einzelne Schwimmblätter gegen Artgenossen.

🍽️

Ernährung

Larven fressen aquatische Invertebraten wie Kleinkrebse; Adulte jagen kleine Fluginsekten wie Mücken.

🎯

Jagdstrategie

Lauerjäger (Larven) und Ansitzjäger (Adulte), die Beute im Flug fangen.

🥚

Laichsubstrat

Eier werden endophytic in das Gewebe von Schwimmblattpflanzen (z.B. Seerosen) abgelegt.

❄️

Überwinterung

Die Art überwintert als Larve im Wasser, meist im Sediment oder an Wasserpflanzen.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator im aquatischen und terrestrischen Nahrungsnetz, dient zudem als Beute für Vögel und Fische.

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Natürliche Feinde

Vögel, Frösche, größere Libellenarten und Fische (für Larven).

⚔️

Konkurrenzarten

Kleines Granatauge (Erythromma viridulum), andere Kleinlibellen.

🌟

Ökosystemleistung

Regulierung von Insektenpopulationen (z. B. Mücken).

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Stillgewässern mit Schwimmblattvegetation, Eutrophierung und Entfernung von Wasserpflanzen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Schlanklibellen (Coenagrionidae)

Erkennungsmerkmale

Größer als Erythromma viridulum. Männchen ohne blaue Keilzeichnung an den Thoraxseiten; Hinterkopf ohne helle Postokularflecken. Die blauen Segmente am Abdomenende umfassen nur S9 und S10, während S8 schwarz bleibt.

Rolle im Nahrungsnetz

Sekundärkonsument; Prädator von Zooplankton und kleineren Insektenlarven; selbst Beute für Fische und größere Libellenlarven (z.B. Aeshnidae).

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Verlust von Schwimmblattzonen durch Eutrophierung, intensive fischereiliche Nutzung (Graskarpfenbesatz) und mechanische Störungen (Bootsverkehr).

Bestandstrend

Stabil; in einigen Regionen durch Klimaerwärmung und Ausbreitung nach Norden tendenziell zunehmend.

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Förderung von Schwimmblattgesellschaften; Reduktion von Nährstoffeinträgen; Beschränkung des Bootsverkehrs in Uferzonen.

Wikipedia →