Grüner Hüpferling
Megacyclops viridis
Der Grüne Hüpferling ist einer der größten und häufigsten Vertreter der Cyclopiden in Mitteleuropa. Er besiedelt nahezu alle Arten von Stillgewässern, von kleinen Pfützen bis hin zur Uferregion großer Seen. Die Art ist für ihre charakteristische, ruckartige Schwimmweise und ihre räuberische Ernährung bekannt. Megacyclops viridis zeigt eine hohe Toleranz gegenüber verschiedenen Umweltbedingungen und ist oft ganzjährig zu finden.
Details
Erkennungsmerkmale
Kräftiger, birnenförmiger Körper; erste Antennen kurz (erreichen kaum das Ende des ersten Körpersegments); Weibchen mit zwei seitlich abstehenden Eisäcken; oft grünliche oder bräunliche Färbung.
Sozialverhalten
Überwiegend einzelgängerisch, kann aber bei hohem Nahrungsangebot in großen Dichten auftreten.
Ernährung
Räuberische Lebensweise; ernährt sich von Rädertierchen, kleinen Krebstieren, Einzellern und gelegentlich Fischlarven oder Algen.
Jagdstrategie
Aktiver Lauerjäger, der Beute mit den Mundwerkzeugen greift, sobald sie in Reichweite schwimmt.
Laichsubstrat
Eier werden in Eisäcken direkt am Körper des Weibchens getragen.
Überwinterung
Überwinterung als adultes Tier oder in späten Copepodit-Stadien, oft im Sediment oder in tieferen Wasserschichten.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiges Bindeglied zwischen Mikrozooplankton und höheren Trophieebenen wie Fischen.
Natürliche Feinde
Jungfische, räuberische Insektenlarven (z.B. Libellenlarven), Wassermilben und andere größere Zooplankter.
Konkurrenzarten
Andere große Cyclopiden-Arten wie Macrocyclops albidus.
Ökosystemleistung
Regulation von Populationen kleinerer Zooplankter und Beitrag zum Nährstoffkreislauf.
Bedrohungen
Eintrag von Insektiziden in Gewässer, extreme Versauerung und Habitatverlust durch Trockenlegung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Größte einheimische Art der Cyclopidae. Das 5. Bein ist zweigliedrig, wobei das Endglied zwei kräftige, etwa gleich lange Dornen trägt. Die Furkaläste sind meist 3- bis 4-mal so lang wie breit und weisen an den Innenrändern eine feine Behaarung auf. Die erste Antenne besteht aus 17 Gliedern.
Fortpflanzung
Ausschließlich sexuelle Fortpflanzung. Weibchen tragen zwei seitlich angeordnete Eiersäcke. Die Entwicklung verläuft über 6 Nauplius- und 5 Copepodidstadien bis zum Adultus.
Rolle im Nahrungsnetz
Wichtiger Sekundärkonsument und Prädator im litoralen Nahrungsnetz; reguliert Populationen von Mikrocrustaceen und dient als energiereiche Nahrungsquelle für höhere Trophieebenen.
Schutz & Bedrohung
Status nicht auf Standardskala
Hauptbedrohungen
Verlust von Kleingewässern durch Trockenlegung, Zerstörung der Ufervegetation (Entkrautung) und übermäßiger Eintrag von Insektiziden aus der Landwirtschaft.