Wasser-Schwaden
Glyceria maxima
Wasser-Schwaden ist ein kräftiges, ausläuferbildendes Gras, das Wuchshöhen von bis zu zwei Metern erreicht. Es besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Standorte an stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Die Pflanze bildet oft ausgedehnte Reinbestände, die als Riesen-Schwaden-Röhricht bezeichnet werden und ökologisch bedeutsam für den Uferschutz sind.

Details
Sauerstoffproduktion
Geringer Beitrag zur Sauerstoffsättigung des Wassers im Vergleich zu submersen Pflanzen.
Habitatfunktion
Dient als Laichsubstrat für Fische und als Habitat für aquatische Makroinvertebraten.
Nährstoffaufnahme
Sehr hohe Aufnahme von Stickstoff und Phosphor, was zur Reinigung belasteter Gewässer beiträgt.
Nahrungsquelle für
Nahrung für Wasservögel, Raupen der Schilfeule und andere spezialisierte Insekten.
Nutzung durch Menschen
Früher als ertragreiches Viehfutter genutzt; heute in Klärpflanzen zur Abwasserreinigung eingesetzt.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Produzent in Feuchtgebieten; bietet Schutz und Nistmöglichkeiten für die Fauna.
Natürliche Feinde
Weidetiere, Bisamratten und verschiedene Insektenlarven.
Konkurrenzarten
Schilfrohr (Phragmites australis), Rohrkolben (Typha spp.).
Ökosystemleistung
Uferbefestigung, Nährstoffrückhalt und Phytoremediation.
Bedrohungen
Entwässerung von Feuchtgebieten und intensive Uferbebauung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Sowohl generativ über Samen als auch sehr effektiv vegetativ über weitreichende, kräftige Rhizome. Die vegetative Ausbreitung führt oft zur Bildung dominanter Monokulturen (Glycerietum maximae).
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
In Mitteleuropa nicht gefährdet; lokale Bestandsrückgänge können durch intensive Uferverbauung, Entwässerung von Feuchtgebieten oder extreme Eutrophierung (Hypertrophie) auftreten.