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Bestäuber

Frühlings-Seidenbiene

Colletes cunicularius

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Die Frühlings-Seidenbiene ist eine der größten heimischen Seidenbienenarten und erreicht fast die Größe einer Honigbiene. Sie zeichnet sich durch eine dichte, braungraue Behaarung aus und ist bereits ab März an sonnigen Tagen aktiv. Die Art nistet solitär in selbstgegrabenen Gängen im Sandboden, bildet jedoch oft beeindruckende Aggregationen mit tausenden Individuen. Da sie oligoletisch ist, hängt ihr Vorkommen stark von der Verfügbarkeit blühender Weiden ab.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Dichte braune Behaarung auf dem Thorax, Hinterleib schwarz mit hellen Haarbinden, Weibchen mit Pollensammelhaaren an den Hinterbeinen.

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Sozialverhalten

Solitär, bildet aber oft große Nistaggregationen (gregär).

🍽️

Ernährung

Oligoletisch spezialisiert auf Weiden (Salix-Arten) als Pollenquelle.

🥚

Laichsubstrat

Sandiger Boden, oft in Böschungen oder ebenen Flächen.

❄️

Überwinterung

Überwintert als fertiges Insekt (Imago) in der versiegelten Brutzelle im Boden.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Bestäuber für Weidengewächse im frühen Frühjahr; Wirt für spezialisierte Kuckucksbienen.

🦅

Natürliche Feinde

Buckel-Blutbiene (Sphecodes albilabris) als Brutparasit, insektenfressende Vögel.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere frühfliegende Weiden-Spezialisten wie Andrena vaga.

🌟

Ökosystemleistung

Bestäubung von Wildpflanzen und frühblühenden Gehölzen.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Sandlebensräumen durch Bebauung oder Sukzession, Entfernung von Weidengehölzen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Seidenbienenartige

Erkennungsmerkmale

Größte heimische Art der Gattung Colletes. Charakteristisch ist die kurze, an der Spitze zweigespaltene Zunge (typisch für Colletidae). Die Art fliegt sehr früh im Jahr (März) und ist streng an Weiden (Salix) gebunden. Im Gegensatz zu Sandbienen (Andrena) besitzen Seidenbienen keine Foveae faciales (Gesichtsfelder).

Lebensraum

Sandgebiete, Binnendünen, Flussauen mit dynamischen Sandbänken, Sand- und Kiesgruben, gelegentlich auch in sandigen Gärten oder Parkanlagen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Verlust von Dynamik in Flussauen (Verhinderung von Sandbankbildung), Verfüllung von Sandgruben, Versiegelung von Sandflächen im Siedlungsbereich, Rückgang von Weidenbeständen.

Bestandstrend

In Deutschland insgesamt stabil, profitiert teilweise von Sekundärhabitaten wie Abbaugebieten, ist aber lokal durch Habitatverlust gefährdet.

Schutzmaßnahmen

Schutz und Revitalisierung von Flussauen, Erhalt von Sandgruben als Sekundärhabitate, Förderung heimischer Weidenarten, Offenhalten von Sandflächen durch Entkusselung.

Wikipedia →