Kieselalge (Elliptisch)
Bacillariophyceae (elliptic morphotype)
Kieselalgen mit elliptischer Grundform sind einzellige Algen, deren Zellwand aus zwei überlappenden Siliziumdioxid-Schalen (Frusteln) besteht. Sie gehören meist zur Gruppe der pennaten Kieselalgen und leben häufig als Aufwuchs auf Steinen oder Wasserpflanzen. Durch ihre Photosyntheseleistung sind sie ein wesentlicher Bestandteil der Primärproduktion in aquatischen Systemen.
Details
Sauerstoffproduktion
Sehr hoch; effiziente Photosynthese führt zu hoher Sauerstoffsättigung im Wasser.
Habitatfunktion
Bildet Biofilme auf Oberflächen, die als Lebensraum und Nahrungsquelle für Mikroorganismen dienen.
Nährstoffaufnahme
Nimmt aktiv Silikate zum Schalenbau sowie Nitrate und Phosphate auf.
Nahrungsquelle für
Zooplankton, Insektenlarven, kleine Fische und Kaulquappen.
Nutzung durch Menschen
Kieselgur (fossile Schalen) wird als Filterhilfsmittel, Schleifmittel und zur Isolierung verwendet.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtigster Primärproduzent in vielen Gewässern; bildet die Basis der Nahrungskette für das Zooplankton und Makrozoobenthos.
Natürliche Feinde
Zooplankton (z.B. Daphnien), Schnecken, Eintagsfliegenlarven und andere Weidegänger.
Konkurrenzarten
Grünalgen, Cyanobakterien und andere Kieselalgenarten.
Ökosystemleistung
Produktion von Sauerstoff und Fixierung von Kohlenstoffdioxid; trägt global zu ca. 20% der Sauerstoffproduktion bei.
Bedrohungen
Eutrophierung der Gewässer, chemische Verschmutzung (z.B. Herbizide) und Versauerung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Eintrag von Herbiziden (Hemmung der Photosynthese), extreme Eutrophierung (Hypertrophie führt zu Verdrängung durch Fadenalgen), Versauerung und starke Verschlammung der Habitate.