Schwarzpappel
Populus nigra
Ein stattlicher Laubbaum, der Wuchshöhen von bis zu 30 Metern erreicht und eine charakteristische, tief gefurchte dunkle Borke mit Maserknollen entwickelt. Als Pionierbaumart besiedelt sie bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Kies- und Sandböden in dynamischen Flussauen. Die reine Wildform ist heute aufgrund von Hybridisierung mit der Kanadischen Pappel und dem Verlust natürlicher Überschwemmungsgebiete in Europa selten geworden.

Details
Sauerstoffproduktion
Hoch, aufgrund der schnellen Wachstumsrate und großen Blattoberfläche.
Habitatfunktion
Nistplatz für Greifvögel, Nahrungsquelle für Schmetterlingsraupen, Totholzspender für aquatische Organismen.
Nährstoffaufnahme
Effektive Aufnahme von Nitraten und Phosphaten aus dem Auenboden.
Nahrungsquelle für
Großer Gabelschwanz, Pappelbock, verschiedene Blattkäferarten.
Nutzung durch Menschen
Holz für Kisten, Zündhölzer und Schnitzereien; Knospenextrakte in der Heilkunde (Pappelsalbe).
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Pionierart, die Ufer befestigt und Lebensraum für zahlreiche spezialisierte Insekten und Vögel bietet.
Natürliche Feinde
Verschiedene phytophage Insekten (z.B. Pappelblattkäfer), Pilze wie der Pappelrost.
Konkurrenzarten
Populus x canadensis (Hybridpappel), Silberweide (in frühen Sukzessionsstadien).
Ökosystemleistung
Hochwasserschutz durch Uferstabilisierung, Kohlenstoffspeicherung, Reinigung von oberflächennahem Grundwasser.
Bedrohungen
Hybridisierung mit Kulturpappeln, Verlust von dynamischen Flussauen durch Flussverbauung, Grundwasserabsenkung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Introgression (Einkreuzung) durch Hybridpappeln (Populus x canadensis), Verlust von Primärstandorten durch Flussregulierung und Ausbleiben von Dynamik.