Gewöhnliche Traubenkirsche
Prunus padus
Die Gewöhnliche Traubenkirsche wächst als Strauch oder Baum und erreicht Höhen von bis zu 15 Metern. Sie ist vor allem in Auenwäldern und an Bachläufen verbreitet und bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Standorte. Im Frühjahr bildet sie auffällige, hängende weiße Blütentrauben, die einen intensiven Duft verströmen. Die Rinde hat einen charakteristischen Bittermandelgeruch, und die kugeligen, schwarzen Früchte dienen vielen Vögeln als wichtige Nahrungsquelle.

Details
Sauerstoffproduktion
Produziert Sauerstoff durch Photosynthese während der Vegetationsperiode.
Habitatfunktion
Strukturbildner in der Strauchschicht von Wäldern, Brutplatz für Singvögel.
Nährstoffaufnahme
Nimmt Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor effizient aus dem feuchten Oberboden auf.
Nahrungsquelle für
Bienen, Schwebfliegen, Drosseln, Stare, Seidenschwänze, Raupen der Gespinstmotte.
Nutzung durch Menschen
Verwendung der Früchte für Gelees oder Liköre (gekocht), Holz für Drechslerarbeiten und Schnitzereien, Zierbaum in Gärten.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Nektar- und Pollenquelle für Insekten im Frühjahr; Hauptwirtspflanze für die Traubenkirschen-Gespinstmotte; Früchte fördern die endozoochore Ausbreitung durch Vögel.
Natürliche Feinde
Gespinstmotten (Raupenfraß), Pilze wie die Narrentaschenkrankheit (Taphrina padi).
Konkurrenzarten
Konkurriert an feuchten Standorten mit Erlen (Alnus) und Weiden (Salix).
Ökosystemleistung
Bodenfestigung in Uferbereichen, Bereitstellung von Lebensraum und Nahrung für die lokale Fauna, Kohlenstoffspeicherung.
Bedrohungen
Verlust von Feuchtgebieten durch Entwässerung, forstwirtschaftliche Umwandlung von Auwäldern.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Verlust von Feuchtgebieten durch Entwässerung, Flussbegradigungen und Grundwasserabsenkung; forstliche Verdrängung durch Hybrid-Pappeln.