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Phytoplankton

Kieselalge

Bacillariophyceae

RL LC🔬 Zeigerart

Kieselalgen sind einzellige Algen, die sich durch eine Zellwand aus Siliziumdioxid auszeichnen, die wie eine zweiteilige Schachtel (Frustel) aufgebaut ist. Sie sind Hauptbestandteil des Phytoplanktons und spielen eine entscheidende Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Diese mikroskopisch kleinen Organismen kommen in fast allen Gewässern der Erde vor und produzieren einen erheblichen Teil des atmosphärischen Sauerstoffs.

Details

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Sauerstoffproduktion

Produzieren etwa 20 bis 25 Prozent des weltweiten Sauerstoffs durch Photosynthese.

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Habitatfunktion

Bietet Nahrung für Primärkonsumenten und trägt zur Sedimentbildung (Kieselerde) bei.

🧹

Nährstoffaufnahme

Schnelle Aufnahme von Nitraten und Phosphaten; benötigt zwingend gelöste Kieselsäure zum Schalenbau.

🐟

Nahrungsquelle für

Zooplankton, Fischlarven, Muscheln und andere Filtrierer.

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Nutzung durch Menschen

Verwendung als Kieselgur (Filterhilfsmittel, Schleifmittel, Insektizid) und in der Forensik.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Primärproduzent; bildet die Basis der Nahrungskette in aquatischen Ökosystemen und reguliert den Silikatkreislauf.

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Natürliche Feinde

Zooplankton (z.B. Ruderfußkrebse), kleine Fische, Filtrierer (Muscheln).

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Konkurrenzarten

Grünalgen, Cyanobakterien, Dinoflagellaten.

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Ökosystemleistung

Sauerstoffproduktion, Kohlenstoffbindung, Wasserreinigung und Grundlage der Fischereierträge.

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Bedrohungen

Ozeanversauerung, Klimawandel (Erwärmung), Überdüngung (Eutrophierung) und Silikatmangel.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Erkennungsmerkmale

Opale Kieselsäureschale (Frustel) mit hochkomplexen, artspezifischen Porenmustern (Striae, Areolen); Vorhandensein einer Raphe (Längsschlitz) bei vielen pennaten Formen zur aktiven Gleitbewegung auf Substraten.

Fortpflanzung

Überwiegend asexuelle Zellteilung, wobei jede Tochterzelle eine Schalenhälfte übernimmt und die kleinere Hypotheka neu bildet (führt zur Zellverkleinerung); sexuelle Reproduktion (Oogamie/Isogamie) zur Bildung von Auxosporen zur Größenrestitution.

Schutz & Bedrohung

Hauptbedrohungen

Eutrophierung (Verschiebung der Nährstoffverhältnisse), Klimawandel (verstärkte Schichtung verhindert Nährstoffnachschub), Ozeanversauerung und chemische Schadstoffe.

Schutzmaßnahmen

Reduktion diffuser Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft, Schutz der natürlichen Gewässerdynamik und Überwachung der Silikatfrachten in Fließgewässern.

Wikipedia →