Zackenalge
Pediastrum
Die Zackenalge gehört zur Gattung Pediastrum und ist eine weit verbreitete planktische Grünalge in Süßwasserhabitaten. Sie bildet charakteristische, flache, scheibenförmige Kolonien (Coenobien), die oft sternförmig oder gezackt erscheinen. Die Anzahl der Zellen pro Kolonie ist meist eine Potenz von zwei (z. B. 8, 16, 32). Diese Algen sind wichtige Primärproduzenten in stehenden Gewässern und zeichnen sich durch ihre robusten Zellwände aus.

Details
Sauerstoffproduktion
Produziert aktiv Sauerstoff während der Lichtphase durch Photosynthese.
Habitatfunktion
Bietet Oberflächen für die Besiedlung durch Bakterien (Biofilme) im Pelagial.
Nährstoffaufnahme
Nimmt Phosphate und Nitrate direkt aus der Wassersäule auf.
Nahrungsquelle für
Daphnien, Rädertiere und andere herbivore Mikroorganismen.
Nutzung durch Menschen
Wissenschaftliche Forschung in der Limnologie und Paläoökologie; keine direkte wirtschaftliche Nutzung.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Primärproduzent im Süßwasser-Plankton; bildet die Nahrungsgrundlage für filtrierendes Zooplankton.
Natürliche Feinde
Zooplankton wie Rädertiere (Rotatoria) und kleine Krebstiere (z.B. Daphnien).
Konkurrenzarten
Andere Phytoplankton-Arten wie Scenedesmus oder verschiedene Kieselalgen.
Ökosystemleistung
Sauerstoffproduktion und Kohlenstofffixierung in limnischen Ökosystemen.
Bedrohungen
Übermäßige Herbizidbelastung in Gewässern; extreme Versauerung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Charakteristische sternförmige oder scheibenförmige Coenobien; Zellwände enthalten oft Algaenan (hochresistentes Biopolymer), was sie fossil erhaltungsfähig macht; artspezifische Anzahl und Form der Randfortsätze.
Fortpflanzung
Asexuell durch Bildung von Zoosporen, die sich innerhalb einer Vesikel zu einer neuen Autokolonie anordnen; sexuell durch Isogamie (Verschmelzung biflagellater Gameten).
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Herbizideinträge aus der Landwirtschaft, extreme Versauerung (pH < 5), massive Pestizidbelastung.
Schutzmaßnahmen
Reduktion diffuser Nährstoffeinträge; Schutz von Uferrandstreifen zur Pestizidrückhaltung; Erhalt natürlicher Gewässerdynamik.