Gewöhnliche Kugelblume
Globularia bisnagarica
Die Gewöhnliche Kugelblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 5 und 30 Zentimetern erreicht. Sie ist bekannt für ihre kugeligen, intensiv blauen Blütenstände, die sich aus zahlreichen Einzelblüten zusammensetzen und zwischen März und Juni erscheinen. Die Pflanze bildet eine grundständige Rosette aus ledrigen, spatelförmigen Blättern und bevorzugt sonnige, kalkreiche Standorte wie Trocken- und Halbtrockenrasen. Botanisch wird sie oft als Hemicryptophyt eingeordnet, der den Winter mit bodennahen Erneuerungsknospen überdauert.

Details
Habitatfunktion
Nektarpflanze und Habitat für spezialisierte Arthropoden.
Nährstoffaufnahme
Gering, angepasst an oligotrophe Bedingungen.
Nahrungsquelle für
Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge (z. B. Scheckenfalter).
Nutzung durch Menschen
Zierpflanze für Steingärten; früher vereinzelt in der Volksmedizin genutzt.
Ökologie
Ökologische Rolle
Primärproduzent in Kalkmagerrasen; wichtige Nektarquelle für spezialisierte Insekten.
Natürliche Feinde
Gelegentlicher Fraß durch spezialisierte Insektenlarven oder Schnecken.
Konkurrenzarten
Konkurrenzschwache Art, Verdrängung durch hochwüchsige Gräser bei Nährstoffeintrag.
Ökosystemleistung
Unterstützung der Bestäuberfauna, Beitrag zur Biodiversität von Halbtrockenrasen.
Bedrohungen
Eutrophierung, Nutzungsaufgabe (Verbuschung), Umbruch von Magerrasen.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Primär generativ durch Samen; klonale Vermehrung über kurze Rhizome ist möglich, aber weniger dominant.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Eutrophierung durch Stickstoffeintrag, Nutzungsaufgabe (Verbuschung und Sukzession) sowie Habitatfragmentierung.