Schwarzer Holunder
Sambucus nigra
Der Schwarze Holunder ist ein sommergrüner Strauch oder kleiner Baum, der eine Wuchshöhe von bis zu 11 Metern erreichen kann. Er ist in ganz Europa heimisch und bevorzugt stickstoffreiche, feuchte Böden in Hecken, Waldrändern und Auen. Die Pflanze ist bekannt für ihre cremeweißen, duftenden Schirmrispen im Frühsommer und die glänzend schwarzen Steinfrüchte im Herbst. Fast alle Pflanzenteile außer den Blüten und reifen Früchten sind schwach giftig.

Details
Sauerstoffproduktion
Geringe bis moderate Sauerstoffproduktion durch Photosynthese.
Habitatfunktion
Nistplatz für Heckenbrüter, Deckung für Kleinsäuger, Raupenfutterpflanze.
Nährstoffaufnahme
Hohe Aufnahme von Stickstoff und Kalium aus dem Boden.
Nahrungsquelle für
Vögel (Drosseln, Grasmücken), Schwebfliegen, Wildbienen, Holunderblattlaus.
Nutzung durch Menschen
Nutzung der Blüten für Sirup/Tee, Beeren für Saft/Gelee; medizinische Verwendung bei Erkältungen; Färbemittel.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Pionierpflanze; bietet Nahrung für über 60 Vogelarten und zahlreiche Insekten wie Schwebfliegen und Bienen.
Natürliche Feinde
Blattläuse (Aphis sambuci), Pilze wie das Judasohr (Auricularia auricula-judae).
Konkurrenzarten
Andere Pioniergehölze wie Weiden, Birken oder Brombeeren.
Ökosystemleistung
Bodenstabilisierung in Uferbereichen, Bestäuberhabitat, Nahrungsquelle für Wildtiere.
Bedrohungen
Eutrophierung (begünstigt ihn meist), Lebensraumverlust durch Flächenversiegelung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Keine unmittelbare Gefährdung; lokal durch intensive Landwirtschaft oder Entwässerung von Auenstandorten beeinträchtigt.