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Bestäuber

Rostfarbiger Dickkopffalter

Ochlodes sylvanus

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Der Rostfarbige Dickkopffalter ist ein kleiner, robuster Schmetterling, der durch seine leuchtend orangebraune Färbung und die hakenförmigen Fühlerkolben auffällt. Er besiedelt bevorzugt grasreiche Lebensräume wie Waldränder, Lichtungen und extensiv genutzte Wiesen in weiten Teilen Europas und Asiens. Die Männchen sind territorial und verteidigen ihre Ansitzplätze aggressiv gegen Rivalen. Die Art bringt pro Jahr eine Generation hervor und überwintert im Larvenstadium.

Details

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Erkennungsmerkmale

Orangebraune Flügel mit helleren Flecken, hakenförmige Fühlerenden, schwarzer Duftschuppenstrich beim Männchen, Flügelspannweite 28-35 mm.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch; Männchen zeigen ausgeprägtes Territorialverhalten an exponierten Pflanzenstandorten.

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Ernährung

Raupen fressen verschiedene Süßgräser (z. B. Knäuelgras, Pfeifengras); Imagines ernähren sich vom Nektar verschiedener Blütenpflanzen wie Brombeeren und Disteln.

🥚

Laichsubstrat

Eier werden einzeln an die Unterseite von Grashalmen (z. B. Dactylis glomerata) abgelegt.

❄️

Überwinterung

Überwinterung als Raupe (meist L2 oder L3) in einem schützenden Gespinst aus Grashalmen.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Bestäuber von Wildblumen und Teil der Nahrungskette für insektenfressende Wirbeltiere und Wirbellose.

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Natürliche Feinde

Insektenfressende Vögel, Webspinnen, Raubfliegen und parasitoide Schlupfwespen.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Dickkopffalter wie der Braunkolbige Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris) bei der Nektarsuche.

🌟

Ökosystemleistung

Bestäubung von Blütenpflanzen in Übergangsbiotopen.

⚠️

Bedrohungen

Intensivierung der Landwirtschaft, Verlust von Saumstrukturen, übermäßige Mahd von Wegrändern und Pestizideinsatz.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Dickkopffalter

Erkennungsmerkmale

Charakteristisch sind die kolbenförmigen Fühler mit einer hakenförmig umgebogenen Spitze (Apiculus). In Ruhehaltung werden die Vorderflügel schräg nach oben gehalten, während die Hinterflügel flach ausgebreitet sind. Im Gegensatz zu ähnlichen Thymelicus-Arten besitzt O. sylvanus deutliche helle Flecken auf der Flügelunterseite.

Lebensraum

Waldränder, Waldlichtungen, breite Waldwege, strukturreiches Offenland mit Hecken, Brachen, Feuchtwiesen und gelegentlich Gärten oder Parks.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Intensivierung der Landwirtschaft, Aufgabe der extensiven Beweidung oder Mahd (Verbuschung), übermäßige Mahd von Wegrändern und Saumstrukturen, Fragmentierung von Lebensräumen.

Bestandstrend

In Deutschland weit verbreitet und häufig; in intensiv genutzten Agrarlandschaften jedoch lokale Rückgänge verzeichnet.

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Förderung von Saumstrukturen und Waldmantelgesellschaften, Verzicht auf Mulchen von Wegrändern während der Flugzeit, Förderung einer extensiven Grünlandnutzung.

Wikipedia →