Glänzende Smaragdlibelle
Somatochlora metallica
Die Glänzende Smaragdlibelle ist eine auffällige Libellenart mit einem durchgehend metallisch-grünen Körper und leuchtend grünen Augen bei adulten Tieren. Sie besiedelt bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer, die oft von Bäumen beschattet sind oder in Waldnähe liegen. Die Männchen sind für ihren ausdauernden Patrouillenflug entlang der Uferlinie bekannt, wobei sie kaum Beute- oder Ruhepausen einlegen. Die Larvenentwicklung findet im Gewässergrund statt und dauert in der Regel zwei bis drei Jahre.

Details
Erkennungsmerkmale
Körper metallisch grün, Stirn mit gelben Seitenflecken, Augen leuchtend grün, Hinterleibsanhänge der Männchen charakteristisch geformt.
Sozialverhalten
Solitär lebend; Männchen zeigen ein ausgeprägtes Territorialverhalten und verteidigen Uferabschnitte gegen Rivalen.
Ernährung
Imagines jagen Fluginsekten (Mücken, Fliegen); Larven ernähren sich räuberisch von Wasserinsekten, Kaulquappen und kleinen Krebstieren.
Jagdstrategie
Imagines sind aktive Flugjäger; Larven sind Lauerjäger im Sediment.
Laichsubstrat
Eier werden im Flug in lockeres Ufersubstrat, Schlamm oder zwischen Wasserpflanzen eingestochen.
Überwinterung
Überwinterung erfolgt als Larve im Sediment am Gewässergrund.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Prädator zur Regulation von Insektenpopulationen in aquatischen und terrestrischen Habitaten.
Natürliche Feinde
Vögel (z.B. Baumfalke), größere Libellen; Larven werden von Fischen und Wasserkäfern gefressen.
Konkurrenzarten
Gemeine Smaragdlibelle (Cordulia aenea), andere Falkenlibellen.
Ökosystemleistung
Biologische Schädlingskontrolle durch den Verzehr von Mücken.
Bedrohungen
Verlust von naturnahen Uferbereichen, Gewässerverschmutzung und Klimawandel (Austrocknung von Habitaten).
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Gelbe Stirnflecken (Unterschied zu Cordulia aenea); das Abdomen des Männchens ist am 3. Segment stark eingeschnürt und ab dem 5. Segment keulenförmig verbreitert. Die Weibchen besitzen eine auffällige, senkrecht nach unten abstehende Legeröhre (Vulvarschuppe).
Rolle im Nahrungsnetz
Wichtiger Prädator im aquatischen und terrestrischen Ökosystem; reguliert Insektenpopulationen; dient selbst als Beute für größere Prädatoren.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Eutrophierung der Gewässer, Verlust von Ufervegetation durch Verbauung, Austrocknung von Kleingewässern infolge des Klimawandels, intensive forstwirtschaftliche Nutzung an Waldgewässern.
Bestandstrend
In Deutschland weit verbreitet und meist stabil, in einigen südlichen Regionen oder bei fortschreitender Austrocknung von Habitaten lokal rückläufig.
Schutzmaßnahmen
Schutz und Renaturierung von Uferzonen, Erhalt von Waldtümpeln und naturnahen Fließgewässern, Reduktion von Nährstoffeinträgen aus der Landwirtschaft.