Halmspringspinne
Marpissa radiata
Die Halmspringspinne ist eine charakteristische Art feuchter Lebensräume, insbesondere von Schilfröhrichten. Sie zeichnet sich durch einen auffällig langgestreckten Körper aus, der eine hervorragende Tarnung auf Schilfhalmen ermöglicht. Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von bis zu 10 mm, während die Männchen meist etwas kleiner und dunkler gefärbt sind.

Details
Erkennungsmerkmale
Langgestrecktes Opisthosoma; Prosoma hellbraun mit dunkleren Seitenstreifen; markantes Linienmuster auf dem Hinterleib; kräftiges erstes Beinpaar.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch; zeigt während der Paarungszeit ein komplexes visuelles Balzverhalten.
Ernährung
Kleine Fluginsekten wie Mücken und Fliegen sowie Zikaden, die im Röhricht leben.
Jagdstrategie
Aktiver Sichtjäger; schleicht sich an Beute an und springt sie ohne Einsatz eines Fangnetzes an.
Laichsubstrat
In Wohngespinsten an Schilfhalmen, oft in den Rispen oder zwischen Blattscheiden.
Überwinterung
Überwintert meist im subadulten Stadium in schützenden Gespinstsäcken in alten Schilfhalmen oder Fruchtständen.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Prädator im Nahrungsnetz von Feuchtgebieten zur Regulation von Insektenpopulationen.
Natürliche Feinde
Insektenfressende Vögel (z.B. Rohrsänger), Schlupfwespen und größere Spinnenarten.
Konkurrenzarten
Andere Springspinnen wie Marpissa muscosa oder verschiedene Sackspinnen (Clubionidae).
Ökosystemleistung
Beitrag zur biologischen Schädlingskontrolle in Uferökosystemen.
Bedrohungen
Verlust von Lebensräumen durch Entwässerung, intensive Mahd von Röhrichten und Uferverbauung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Charakteristisch ist der für Springspinnen ungewöhnlich langgestreckte und abgeflachte Körperbau, eine Anpassung an das Leben an Schilfhalmen. Die vorderen Mittelaugen sind stark vergrößert. Die Beine sind kräftig, wobei das erste Paar oft etwas robuster gebaut ist.