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Bakterium/Virus

Intestinale Enterokokken

Enterococcus spp.

🔬 Zeigerart

Intestinale Enterokokken sind eine Gruppe von grampositiven, kokkenförmigen Bakterien, die primär im Darm von Menschen und warmblütigen Tieren vorkommen. In der aquatischen Ökologie werden sie als mikrobiologische Indikatoren genutzt, um die hygienische Qualität von Badegewässern und Trinkwasser zu bewerten. Sie sind robuster gegenüber Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung oder hohem Salzgehalt als Escherichia coli. Ihre Anwesenheit in der Umwelt deutet auf eine fäkale Kontamination und das damit verbundene Risiko pathogener Mikroorganismen hin.

Details

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Erkennungsmerkmale

Grampositive Kokken, meist paarweise oder in kurzen Ketten angeordnet; Katalase-negativ; Wachstum bei 44,5 °C und in Medien mit 6,5 % NaCl möglich.

🐠

Sozialverhalten

Fähigkeit zur Biofilmbildung an Oberflächen; existieren als Einzelzellen oder Kolonien.

🍽️

Ernährung

Chemoorganotroph; Energiegewinnung durch Fermentation von Kohlenhydraten zu Milchsäure.

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Überwinterung

Persistenz in aquatischen Sedimenten oder als Teil der Darmflora von Wirbeltieren.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Bestandteil des Mikrobioms im Darm; in Gewässern dienen sie als Indikator für anthropogene Einflüsse.

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Natürliche Feinde

Bakteriophage Viren und bakterivore Protozoen (z. B. Flagellaten und Ciliaten).

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Konkurrenzarten

Andere Darmbakterien wie Escherichia coli, Bacteroides-Arten und Laktobazillen.

🌟

Ökosystemleistung

Beitrag zum Abbau organischer Substanz und Nährstoffrecycling im Darm und Sediment.

⚠️

Bedrohungen

Desinfektionsmittel (Chlor), starke UV-Strahlung und Antibiotika.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Enterococcaceae

Lebensraum

Primär der Gastrointestinaltrakt von Warmblütern; sekundär in Boden, Oberflächenwasser und auf Pflanzen nach fäkaler Einleitung.

Ökologische Rolle

Wichtige Kommensalen der Darmflora; dienen ökologisch als Schlüsselindikatoren für fäkale Verunreinigungen und anthropogene Einflüsse in Ökosystemen.

Quellen

Wikipedia →