Gemeiner Liguster
Ligustrum vulgare
Der Gemeine Liguster ist ein sommer- bis wintergrüner Strauch, der Wuchshöhen von bis zu fünf Metern erreichen kann. Er zeichnet sich durch seine schmalen, elliptischen Blätter und die im Frühsommer erscheinenden, stark duftenden weißen Blütenrispen aus. Im Herbst bildet die Pflanze glänzend schwarze Beeren, die eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel darstellen, für den Menschen jedoch giftig sind.

Details
Sauerstoffproduktion
Geringfügige Sauerstoffproduktion durch Photosynthese der Blätter.
Habitatfunktion
Nistplatz für Vögel und Überwinterungsquartier für Insekten.
Nährstoffaufnahme
Effiziente Aufnahme von Stickstoff aus dem Boden.
Nahrungsquelle für
Vögel (z.B. Amsel), Insekten (z.B. Bienen), Raupen (z.B. Ligusterschwärmer).
Nutzung durch Menschen
Beliebte Gartenhecke; Zweige wurden früher zum Flechten verwendet.
Ökologie
Ökologische Rolle
Bietet Nahrung und Nistmöglichkeiten; wichtige Wirtspflanze für spezialisierte Insekten wie den Ligusterschwärmer.
Natürliche Feinde
Ligusterblattlaus, Dickmaulrüssler, diverse Rostpilze.
Konkurrenzarten
Konkurriert mit anderen Pioniergehölzen wie dem Roten Hartriegel (Cornus sanguinea).
Ökosystemleistung
Erosionsschutz an Hängen, Luftfilterung, Lärmschutz und Sichtschutz.
Bedrohungen
Zerstörung von Heckenbiotopen, übermäßiger Rückschnitt in Gärten.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
In Europa nicht gefährdet; lokale Bestandsrückgänge durch die Zerstörung von Auenlandschaften und intensive Heckenpflege.