Wasserdost
Eupatorium cannabinum
Der Wasserdost ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 50 und 150 Zentimetern erreicht. Er zeichnet sich durch seine gegenständigen, meist handförmig drei- bis fünfteilig gefiederten Blätter und die dichten, schirmtraubigen Blütenstände aus. Die zahlreichen kleinen Blütenkörbchen sind meist von hellrosa bis purpurner Farbe und erscheinen von Juli bis September.

Details
Habitatfunktion
Dient als Deckung für Kleinsäuger und Amphibien in Ufernähe sowie als Eiablageplatz für Insekten.
Nährstoffaufnahme
Hohe Aufnahme von Stickstoff und Phosphat aus dem Ufersubstrat.
Nahrungsquelle für
Nektarquelle für Schmetterlinge (z.B. Russischer Bär, Admiral), Schwebfliegen und Bienen.
Nutzung durch Menschen
Ehemals als Heilpflanze (immunstimulierend, diuretisch) genutzt; heute wegen lebertoxischen Pyrrolizidinalkaloiden kaum noch medizinisch verwendet.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Nektarpflanze für zahlreiche Insektenarten und Pionierpflanze in feuchten Kahlschlägen.
Natürliche Feinde
Diverse Insektenlarven (Minierfliegen), Huftiere (Gelegenheitsverbiss).
Konkurrenzarten
Andere Hochstauden feuchter Standorte wie das Echte Mädesüß oder die Brennnessel.
Ökosystemleistung
Unterstützung der Biodiversität durch Bereitstellung von Nahrung für Bestäuber; Uferstabilisierung.
Bedrohungen
Entwässerung von Feuchtgebieten und intensive Uferpflege.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Generativ über windverbreitete Achänen (Pappus vorhanden) und vegetativ durch Ausläuferbildung des Rhizoms.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Entwässerung von Feuchtgebieten, intensive Uferverbauung, übermäßige Mahd von Ufersäumen und invasive Neophyten (z.B. Drüsiges Springkraut).