Auwald-Wolfspinne
Pardosa alacris
Die Auwald-Wolfspinne ist ein Vertreter der Wolfspinnen, der bevorzugt feuchte Laubmischwälder und Auwälder besiedelt. Sie gehört zur Pardosa-lugubris-Artengruppe, deren Mitglieder morphologisch im Feld nur schwer voneinander zu unterscheiden sind. Die Art ist ein flinker Bodenjäger, der seine Beute ohne Fangnetz erlegt und oft beim Sonnenbaden auf der Laubschicht beobachtet werden kann.
Details
Erkennungsmerkmale
Dunkler Vorderkörper mit hellem Mittelstreifen, Beine deutlich geringelt oder gefleckt, Männchen mit artspezifisch behaarten Tastern.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch, zeigt jedoch komplexes Balzverhalten während der Paarungszeit.
Ernährung
Kleine Insekten, Springschwänze, Fliegen und andere Spinnen.
Jagdstrategie
Aktive Hetzjagd am Boden; Beute wird optisch wahrgenommen und im Sprung überwältigt.
Laichsubstrat
Eikokon wird an den Spinnwarzen getragen.
Überwinterung
Überwinterung meist als Subadult oder Adult in der Bodenstreu oder unter Rinde.
Ökologie
Ökologische Rolle
Bedeutender Prädator von Kleininsekten in der Streuschicht; dient selbst als Nahrung für Vögel und Amphibien.
Natürliche Feinde
Insektenfressende Vögel, Spitzmäuse, Amphibien und größere Raubspinnen.
Konkurrenzarten
Andere Wolfspinnen der Gattung Pardosa, insbesondere Pardosa lugubris und Pardosa saltans.
Ökosystemleistung
Regulierung von Insektenpopulationen im Waldboden.
Bedrohungen
Verlust von Auwäldern, intensive Forstwirtschaft und Entwässerung von Feuchtgebieten.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Gehört zum Pardosa lugubris-Artkomplex. Eine sichere Differenzierung von P. lugubris und P. saltans ist oft nur mikroskopisch über die Genitalstrukturen (Embolus-Aufbau beim Männchen, Epigynenform beim Weibchen) möglich. Männchen besitzen oft charakteristisch behaarte Pedipalpen.
Lebensraum
Bevorzugt lichte Laubwälder, Waldränder, Lichtungen und insbesondere Auwälder (Hartholzauen). Oft in der Laubschicht feuchter bis mesophiler Waldgesellschaften zu finden.