Rundläufer
Amara
Die Rundläufer (Amara) sind eine artenreiche Gattung der Laufkäfer mit einem charakteristisch gedrungenen, ovalen Körperbau. Im Gegensatz zu den meisten anderen Laufkäfern ernähren sich viele Arten dieser Gattung vorwiegend phytophag von Pflanzensamen, nehmen jedoch gelegentlich auch kleine Insekten auf. Sie sind häufig in offenen Lebensräumen wie Wiesen, Feldern und Gärten anzutreffen und zeigen oft einen auffälligen metallischen Glanz. In Agrarökosystemen spielen sie eine wichtige Rolle bei der natürlichen Regulation von Unkrautsamen.

Details
Erkennungsmerkmale
Gedrungener, ovaler Körperbau; Halsschild an der Basis so breit wie die Flügeldecken; oft metallischer Glanz (erzfarben, grünlich oder bläulich).
Sozialverhalten
Einzelgängerisch, treten jedoch an günstigen Nahrungsquellen oft in hoher Individuendichte auf.
Ernährung
Überwiegend phytophag (Samen von Gräsern, Kreuzblütlern und anderen Kräutern); ergänzend werden kleine Insekten, Larven oder Blattläuse verzehrt.
Jagdstrategie
Aktives Aufsuchen von Pflanzensamen am Boden oder durch Erklettern der Vegetation; Gelegenheitsjagd auf kleine Wirbellose.
Laichsubstrat
Eiablage erfolgt in feuchten Boden oder Bodenstreu.
Überwinterung
Überwinterung meist als adultes Insekt (Imago) im Boden, unter Moos oder Steinen.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtige Konsumenten von Unkrautsamen; bedeutende Beute für Vögel, kleine Säugetiere und größere Raubkäfer.
Natürliche Feinde
Insektenfressende Vögel, Igel, Spitzmäuse, Kröten und größere räuberische Laufkäfer.
Konkurrenzarten
Andere samenfressende Laufkäfer (z. B. Harpalus-Arten) sowie samenfressende Vögel und Nagetiere.
Ökosystemleistung
Natürliche Unkrautregulierung in Agrarökosystemen durch den Verzehr von Pflanzensamen.
Bedrohungen
Intensive Landwirtschaft, hoher Pestizideinsatz, Lebensraumverlust durch Flächenversiegelung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Gedrungene, ovale Körperform (namensgebend); Halsschild an der Basis meist so breit wie die Flügeldecken; Mandibeln kräftig zum Zerkleinern von Samen; Endglied der Lippentaster kahl.
Lebensraum
Offene, sonnige Standorte wie Äcker, Trockenrasen, Gärten, Ruderalflächen und lückige Wiesen; einige Arten auch in lichten Wäldern.
Ernährung
Omnivor mit starker Tendenz zur Phytophagie; fressen besonders Samen von Gräsern und Kreuzblütlern, aber auch kleine Insekten.