Zweifleck-Schwimmkäfer
Agabus bipustulatus
Der Zweifleck-Schwimmkäfer ist einer der häufigsten und anpassungsfähigsten Wasserkäfer Europas. Er besiedelt nahezu jede Art von Süßwasserhabitat, von temporären Pfützen bis hin zu Seen und langsam fließenden Bächen. Er ist ein geschickter Räuber, der sowohl als Larve als auch als adultes Tier im Wasser lebt, jedoch auch gut fliegen kann, um neue Lebensräume zu erschließen.

Details
Erkennungsmerkmale
Ovaler, schwarzer Körper; zwei charakteristische rote Flecken auf dem Scheitel (oft nur bei genauer Betrachtung sichtbar); feine, netzartige Struktur auf den Flügeldecken.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch; Interaktionen beschränken sich weitgehend auf die Paarungszeit, obwohl sie in hoher Dichte am selben Ort vorkommen können.
Ernährung
Sowohl Larven als auch Adulte sind räuberisch und fressen Insektenlarven (z.B. Mückenlarven), kleine Krebstiere und Würmer.
Jagdstrategie
Aktive Suche und Verfolgung der Beute unter Wasser; Ergreifen der Beute mit den Mandibeln.
Laichsubstrat
Eier werden meist in das Gewebe von Wasserpflanzen oder in Spalten unter Wasser abgelegt.
Überwinterung
Überwintert meist als Imago im Wasser oder in feuchtem Substrat am Gewässerrand.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Prädator in aquatischen Nahrungsketten, der zur Regulation von Insektenpopulationen beiträgt.
Natürliche Feinde
Fische, größere Wasserkäfer (z.B. Gelbrandkäfer), räuberische Wasserwanzen, Amphibien und Wasservögel.
Konkurrenzarten
Andere Schwimmkäfer der Gattungen Agabus und Ilybius.
Ökosystemleistung
Biologische Kontrolle von Mückenlarven in Kleingewässern.
Bedrohungen
Zerstörung von Kleingewässern, intensive Landwirtschaft (Pestizide) und allgemeine Gewässerverschmutzung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Körperlänge 9-11,5 mm; Prosternalfortsatz schmal und spitz; Flügeldecken-Mikroskulptur besteht aus deutlich länglichen Maschen; Hintertarsen beim Männchen mit Saugborsten.