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Fisch

Schwarzmundgrundel

Neogobius melanostomus

RL LC🦅 Wanderart

Die Schwarzmundgrundel ist ein euryhaliner Bodenfisch, der ursprünglich aus dem ponto-kaspischen Raum stammt. Sie zeichnet sich durch einen markanten schwarzen Fleck auf der ersten Rückenflosse und zu einer Saugscheibe verwachsene Bauchflossen aus. In den letzten Jahrzehnten hat sie sich als invasive Art rasant in den europäischen Flusssystemen und den Großen Seen Nordamerikas ausgebreitet, wo sie heimische Arten verdrängt.

Steckbrief

📏Körperlänge

10cm

📐Max. Länge

25cm

⚖️Gewicht

0.05kg

Lebenserwartung

4J.

🌊Tiefe min

0m

🌊Tiefe max

30m

🌡️Temp min

0°C

🌡️Temp max

30°C

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Schwarzer Fleck auf der ersten Rückenflosse, zu einer Saugscheibe verwachsene Bauchflossen, bulliger Kopf mit großen, hochstehenden Augen.

🐠

Sozialverhalten

Hochgradig territorial und aggressiv, insbesondere die Männchen während der Bewachung des Nistplatzes; sie verdrängen aktiv andere benthische Fische.

🍽️

Ernährung

Opportunistischer Fleischfresser: Ernährt sich von Weichtieren (besonders Dreikantmuscheln), Krebstieren, Insektenlarven, Fischlaich und kleinen Fischen.

🎯

Jagdstrategie

Lauerjäger und aktives Absuchen des Gewässergrundes; nutzt die Saugscheibe, um sich in Strömung an Substraten zu fixieren.

🥚

Laichsubstrat

Hohlräume unter Steinen, Felsspalten, Muschelschalen oder anthropogene Strukturen wie Abflussrohre.

❄️

Überwinterung

Rückzug in tiefere, temperaturstabilere Wasserschichten mit reduzierter Aktivität.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Verändert benthische Lebensgemeinschaften drastisch; dient als wichtige Beute für Raubfische, konkurriert aber stark mit einheimischen Bodenfischen.

🦅

Natürliche Feinde

Zander, Flussbarsch, Hecht, Aal, Kormorane, Graureiher und verschiedene Möwenarten.

⚔️

Konkurrenzarten

Groppe (Cottus gobio), Bachschmerle, Flunder, Kaulbarsch.

🌟

Ökosystemleistung

Trägt lokal zur Dezimierung invasiver Muschelpopulationen bei; dient als Biomassequelle für höhere trophische Ebenen.

⚠️

Bedrohungen

Keine nennenswerten Bedrohungen; die Art profitiert von anthropogenen Gewässerveränderungen und der Schifffahrt.

Quellen

Wikipedia →