Purpurweide
Salix purpurea
Die Purpurweide ist ein bis zu 6 Meter hoher Strauch, der vor allem durch seine biegsamen, oft rötlich oder purpurn gefärbten Zweige auffällt. Als Besonderheit innerhalb der Gattung Salix stehen ihre Blätter häufig gegenständig oder fast gegenständig an den Zweigen. Sie besiedelt bevorzugt feuchte Standorte wie Flussufer, Kiesbänke und Auengebiete, wobei sie eine hohe Toleranz gegenüber Überflutungen aufweist. Die Blüte erfolgt im zeitigen Frühjahr noch vor dem Blattaustrieb in Form von schlanken, oft rötlich überhauchten Kätzchen.

Details
Sauerstoffproduktion
Produziert Sauerstoff durch Photosynthese während der Vegetationsperiode.
Habitatfunktion
Bietet Nistplätze für Gebüschbrüter und dient als Habitat für zahlreiche spezialisierte Käfer- und Schmetterlingsarten.
Nährstoffaufnahme
Hohe Aufnahme von Stickstoff und Phosphor aus dem Uferbereich und dem Grundwasser.
Nahrungsquelle für
Wildbienen, Honigbienen, Raupen des Abendpfauenauges, Biber.
Nutzung durch Menschen
Korbpflechterei (extrem zähe Ruten), Ingenieurbiologie zur Ufersicherung, Gewinnung von Salicin für die Medizin.
Ökologie
Ökologische Rolle
Pionierart an Fließgewässern, trägt zur Uferbefestigung bei und dient als frühe Trachtpflanze für Insekten.
Natürliche Feinde
Wildverbiss (Rehe), Biber, verschiedene spezialisierte Insektenlarven.
Konkurrenzarten
Andere Weidenarten (z.B. Salix viminalis), Erlen und invasive Neophyten wie der Japanknöterich.
Ökosystemleistung
Erosionsschutz durch intensives Wurzelwerk, Filterung von Sedimenten in Auen, Bereitstellung von Pollen für Bestäuber.
Bedrohungen
Flussbegradigung, Verlust von Retentionsflächen, Absinken des Grundwasserspiegels.