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Wasserpflanze

Gewöhnliche Teichbinse

Schoenoplectus lacustris

RL LC🔬 Zeigerart

Die Gewöhnliche Teichbinse ist eine markante Röhrichtpflanze mit runden, markhaltigen Stängeln, die bis zu drei Meter hoch werden können. Sie wächst bevorzugt in stehenden oder langsam fließenden Gewässern auf schlammigem Untergrund. Die Blätter sind meist zu Blattscheiden reduziert, während die bräunlichen Blütenstände in einer Spirre am Ende des Stängels erscheinen.

Details

💨

Sauerstoffproduktion

Geringe direkte Sauerstoffabgabe an das Wasser; primäre Funktion ist die Belüftung des Sediments über das Aerenchym.

🏠

Habitatfunktion

Dient als Laichplatz für Fische, Habitat für Libellenlarven und Versteck für Jungfische.

🧹

Nährstoffaufnahme

Hohe Aufnahmekapazität für Stickstoff und Phosphor; wird daher oft in Pflanzenkläranlagen verwendet.

🐟

Nahrungsquelle für

Bisamratten (Rhizome), Wasservögel (Samen), verschiedene spezialisierte Insektenarten.

👤

Nutzung durch Menschen

Traditionelles Flechtmaterial für Matten, Körbe und Sitzflächen von Stühlen; früher auch zur Isolierung genutzt.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Bestandteil des Röhrichtgürtels; bietet Schutz und Nistplätze für Wasservögel sowie Laichsubstrat für Fische und Habitate für Insekten.

⚔️

Konkurrenzarten

Schilfrohr (Phragmites australis), Breitblättriger Rohrkolben (Typha latifolia).

🌟

Ökosystemleistung

Uferstabilisierung, Erosionsschutz, biologische Wasserreinigung durch Nährstoffelimination.

⚠️

Bedrohungen

Uferverbauung, intensiver Wellenschlag durch Schifffahrt, übermäßiger Besatz mit pflanzenfressenden Fischen (z.B. Graskarpfen).

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Sauergrasgewächse

Fortpflanzung

Generativ über Windbestäubung (Anemophilie) und Ausbreitung der Nüsschen durch Wasser (Hydrochorie). Vegetativ sehr effektiv über kräftige, kriechende Rhizome, die dichte Monokulturen bilden.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Uferverbauung, übermäßiger Wellenschlag durch Schiffsverkehr, Fraßschäden durch Bisamratten und Nutrias sowie extreme Eutrophierung, die zur Instabilität der Bestände führen kann.

Wikipedia →