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Aquatisches Insekt

Vierfleck

Libellula quadrimaculata

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart🦅 Wanderart

Der Vierfleck ist eine robuste, mittelgroße Libellenart aus der Familie der Segellibellen. Markant sind die vier dunklen Knotenpunkte an den Vorderkanten der Flügel, die der Art ihren Namen geben. Die Grundfärbung ist meist ein bräunliches Gelb, wobei das Hinterleibsende oft dunkler gefärbt ist. Sie besiedelt bevorzugt stehende Gewässer wie Teiche, Seen und Moore und ist für ihre gelegentlichen Massenwanderungen bekannt.

Details

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Erkennungsmerkmale

Vier dunkle Flecken an den Flügelknoten (Nodii), gelblich-brauner Körper, dunkle Hinterleibsspitze, breite dunkle Basis der Hinterflügel.

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Sozialverhalten

Männchen zeigen ausgeprägtes territoriales Verhalten an Gewässern und verteidigen ihre Ansitzwarten gegen Rivalen.

🍽️

Ernährung

Larven fressen Wasserinsekten, Kaulquappen und kleine Fische; Imagines jagen verschiedene Fluginsekten wie Mücken und Fliegen.

🎯

Jagdstrategie

Ansitzjäger; die Libelle wartet auf einer Warte auf Beute und fängt diese in einem schnellen Jagdflug.

🥚

Laichsubstrat

Eier werden im Flug durch Wippbewegungen des Hinterleibs direkt ins Wasser oder auf flottierende Algenmatten abgegeben.

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Überwinterung

Überwinterung erfolgt als Larve im Bodenschlamm oder zwischen Wasserpflanzen am Grund des Gewässers.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator in aquatischen und terrestrischen Grenzbiotopen zur Regulation von Insektenbeständen.

🦅

Natürliche Feinde

Vögel (z.B. Baumfalke), Frösche, größere räuberische Libellen, Webspinnen.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Großlibellen wie der Plattbauch (Libellula depressa) oder der Spitzenfleck (Libellula fulva).

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Schädlingsbekämpfung durch den Verzehr von Stechmücken.

⚠️

Bedrohungen

Zerstörung von Feuchtgebieten, intensive Landwirtschaft, Einsatz von Insektiziden und Klimawandel (Austrocknung von Mooren).

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Segellibellen

Erkennungsmerkmale

Namensgebende vier dunkle Flecken an den Nodi aller vier Flügel; zusätzlich dreieckige schwarze Basalflecken an den Hinterflügeln. Im Gegensatz zu Libellula depressa fehlt die flächige blaue Bereifung bei Männchen; beide Geschlechter sehen sich sehr ähnlich.

Rolle im Nahrungsnetz

Bedeutender Prädator in aquatischen und terrestrischen Grenzökosystemen; reguliert Insektenpopulationen und dient selbst als Beute für Wirbeltiere.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Zerstörung von Kleingewässern, intensive Fischereiwirtschaft (Prädationsdruck), Eutrophierung durch Nährstoffeintrag und Verlust von Verlandungszonen.

Bestandstrend

Stabil; weit verbreitet und eine der häufigsten Großlibellenarten in Mitteleuropa.

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Neuanlage von Stillgewässern, Förderung von Röhrichtstrukturen, Verzicht auf Fischbesatz in Naturschutzgewässern.

Wikipedia →