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Aquatisches Insekt

Gemeine Becherjungfer

Enallagma cyathigerum

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Die Gemeine Becherjungfer ist eine weit verbreitete Schlanklibelle, die vor allem an stehenden Gewässern vorkommt. Männchen sind leuchtend blau mit charakteristischen schwarzen Zeichnungen, während Weibchen oft grünlich oder bräunlich gefärbt sind. Sie ist eine der häufigsten Libellenarten in Europa und besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen, von Teichen bis hin zu großen Seen.

Details

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Erkennungsmerkmale

Männchen mit becherförmigem schwarzen Fleck auf dem zweiten Hinterleibssegment; Weibchen mit Legeröhre und oft unauffälligerer Färbung.

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Sozialverhalten

Einzelgängerisch, bildet jedoch zur Paarungszeit oft große Aggregationen an Uferpflanzen.

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Ernährung

Räuberisch; Larven ernähren sich von Zooplankton und kleinen Insektenlarven, Imagines jagen Fluginsekten im Flug.

🎯

Jagdstrategie

Larven sind Lauerjäger mit Fangmaske; Imagines sind aktive Sichtjäger im Flug.

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Laichsubstrat

Einstechen der Eier in lebendes Pflanzengewebe von Wasserpflanzen.

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Überwinterung

Überwinterung erfolgt im Larvenstadium im Gewässersubstrat.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator für Kleininsekten und bedeutende Beutequelle für Vögel, Amphibien und Fische.

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Natürliche Feinde

Vögel, Frösche, Webspinnen, größere Libellen und Fische (für Larven).

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Schlanklibellen wie Coenagrion puella (Hufeisen-Azurjungfer).

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Kontrolle von Mückenpopulationen.

⚠️

Bedrohungen

Zerstörung von Ufervegetation, Eutrophierung und Austrocknung von Kleingewässern.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Schlanklibellen

Erkennungsmerkmale

Männchen: Becherzeichnung auf S2, breite blaue Antehumeralstreifen, nur ein schwarzer Strich an der Thoraxseite. Weibchen: Deutlicher Vulvardorn (Legestachel) an der Unterseite des 8. Hinterleibssegments; die Zeichnung auf den Segmenten S3-S7 ist torpedoförmig.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiger Sekundärkonsument in aquatischen und terrestrischen Ökosystemen; verbindet aquatische Produktion mit terrestrischen Prädatoren.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Zerstörung von Kleingewässern, intensive Fischereiwirtschaft (hoher Fraßdruck), Eutrophierung durch landwirtschaftliche Einträge und Austrocknung von Habitaten infolge des Klimawandels.

Bestandstrend

Stabil; die Art ist in ganz Europa weit verbreitet und zählt zu den häufigsten Libellenarten (Quelle: IUCN, BfN).

Schutzmaßnahmen

Schutz und Neuanlage von vegetationsreichen Stillgewässern, Reduktion von Nährstoffeinträgen durch Pufferzonen, Verzicht auf Fischbesatz in Naturschutzgewässern.

Wikipedia →