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Pilz

Grauer Faltentintling

Coprinopsis atramentaria

RL LC🔬 Zeigerart

Der Graue Faltentintling ist ein saprobiontischer Pilz, der vor allem auf nährstoffreichen Böden oder vergrabenem Totholz gedeiht. Sein eichelförmiger, graubrauner Hut weist charakteristische Längsfalten auf und öffnet sich später glockig. Eine markante Eigenschaft ist die Selbstauflösung (Autolyse) der Lamellen zu einer schwarzen Sporentinte. In Kombination mit Alkohol ist der Pilz aufgrund des enthaltenen Coprins giftig, da er den Acetaldehyd-Abbau hemmt.

Details

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Erkennungsmerkmale

Grauer, radial gefalteter Hut; weiße, später schwarz zerfließende Lamellen; weißer, hohler Stiel; büscheliges Wachstum.

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Sozialverhalten

Wächst meist in dichten Büscheln (caespitose), wobei die Myzelien großflächig im Boden vernetzt sind.

🍽️

Ernährung

Saprobiontisch; gewinnt Nährstoffe durch den Abbau von totem organischem Material, insbesondere Holzresten.

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Überwinterung

Überwintert als Myzel im Substrat (Boden oder Holz).

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Destruent im Ökosystem, der komplexes organisches Material in anorganische Nährstoffe umwandelt.

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Natürliche Feinde

Pilzfressende Insektenlarven (z.B. Pilzmücken), Schnecken.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere saprobiontische Pilze wie Mürblinge oder andere Tintlingsarten.

🌟

Ökosystemleistung

Stoffkreislauf-Regulierung und Humusbildung durch Zersetzung organischer Substanz.

⚠️

Bedrohungen

Intensive Bodenbearbeitung und weiträumige Versiegelung von Grünflächen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Psathyrellaceae (Mürblingsverwandte)

Erkennungsmerkmale

Glockiger, faltig-gefurchter Hut; Lamellen werden schwarz und zerfließen bei Reife; Giftig in Verbindung mit Alkohol durch das enthaltene Coprin (Coprinus-Syndrom).

Lebensraum

Anthropogene Standorte wie Parks, Gärten, Wegränder, aber auch Gebüsche und Kahlschläge; bevorzugt stickstoffreiche Böden.

Fortpflanzung

Sexuell über Basidiosporen, die an den Lamellen gebildet werden.

Wikipedia →