Weiße Seerose
Nymphaea alba
Die Weiße Seerose ist eine mehrjährige Wasserpflanze, die durch ihre großen, weißen Blüten und herzförmigen Schwimmblätter charakterisiert wird. Sie wurzelt mit einem kräftigen Rhizom im Schlamm von stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Die Blüten öffnen sich nur tagsüber bei Sonnenschein und werden hauptsächlich von Insekten bestäubt.

Details
Sauerstoffproduktion
Produziert Sauerstoff, der teilweise über Aerenchym (Durchlüftungsgewebe) zu den Wurzeln geleitet wird.
Habitatfunktion
Wichtiger Lebensraum für Libellenlarven, Fische und Amphibien.
Nährstoffaufnahme
Hohe Aufnahme von Phosphaten und Stickstoffverbindungen aus dem Sediment und Wasser.
Nahrungsquelle für
Wasservögel fressen Samen; Bisamratten fressen Rhizome; Insekten nutzen Nektar und Pollen.
Nutzung durch Menschen
Beliebte Zierpflanze für Gartenteiche; historisch als Heilpflanze (beruhigend) verwendet.
Ökologie
Ökologische Rolle
Primärproduzent; bietet Schutz für Jungfische und ist Laichsubstrat für viele Wasserorganismen.
Natürliche Feinde
Bisamratten, Wasservögel, Seerosenblattkäfer, verschiedene Schneckenarten.
Konkurrenzarten
Gelbe Teichrose (Nuphar lutea), Schilf (bei Verlandung).
Ökosystemleistung
Wasserreinigung durch Nährstoffaufnahme, Sauerstoffanreicherung, Verschattung zur Algenprävention.
Bedrohungen
Gewässerverschmutzung, Eutrophierung, Zerstörung von Litoralzonen, Bootsverkehr.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Generativ über Samen (Bestäubung durch Käfer und Fliegen) und vegetativ durch das Wachstum und die Verzweigung des kriechenden Rhizoms sowie durch Rhizomfragmente.