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Zooplankton

Langdorn-Wasserfloh

Daphnia longispina

RL LC🔬 Zeigerart🦅 Wanderart

Daphnia longispina ist ein kleiner, fast durchsichtiger Wasserfloh, der vor allem im Pelagial von stehenden Gewässern vorkommt. Er zeichnet sich durch einen auffällig langen Schalenstachel am Hinterende aus, der vermutlich der Stabilisierung und dem Schutz vor Fressfeinden dient. Die Art ist ein zentraler Primärkonsument, der Algen und Bakterien aus dem Wasser filtert und selbst eine wichtige Beute für Fische darstellt.

Details

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Erkennungsmerkmale

Langer Hinterleibsstachel (Spina), großer Kopf mit spitzem Rostrum, sehr großes Komplexauge, transparenter Carapax.

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Sozialverhalten

Bildet oft dichte Ansammlungen (Schwärme) im freien Wasser.

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Ernährung

Filterfeeder, der sich von einzelligen Algen, Bakterien und organischem Detritus ernährt.

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Jagdstrategie

Erzeugt mit den behaarten Beinen einen Wasserstrom, um Partikel aus der Wassersäule zu sieben.

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Laichsubstrat

Brutraum unter dem Carapax; Dauereier werden auf das Sediment abgegeben.

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Überwinterung

Überwintert meist in Form von Dauereiern (Ephippien) im Sediment, kann aber in tiefen Seen auch aktiv überwintern.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiges Bindeglied zwischen Phytoplankton und höheren Konsumenten wie Fischen; trägt zur Gewässerreinigung bei.

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Natürliche Feinde

Planktivore Fische (z.B. Ukelei), Libellenlarven, Rückenschwimmer, räuberisches Zooplankton wie Leptodora kindtii.

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Konkurrenzarten

Andere Daphnien-Arten (z.B. Daphnia pulex, Daphnia magna) und Hüpferlinge (Cyclops).

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Ökosystemleistung

Regulierung des Algenwachstums (Top-down-Kontrolle), was die Sichttiefe und Wasserqualität erhöht.

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Bedrohungen

Eutrophierung, Pestizidbelastung, Klimawandel und invasive Arten wie die räuberische Wasserfloh-Art Cercopagis pengoi.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Daphniidae

Erkennungsmerkmale

Lange Spina; Kopf ohne Kiel; kein Ocellus (Punktauge) vorhanden; Postabdomen mit 9-14 Analzähnen; Endkrallen ohne Kamm (Pecten) an der Basis; gehört zum Daphnia longispina-Artenkomplex.

Fortpflanzung

Zyklische Parthenogenese; ungeschlechtliche Vermehrung unter günstigen Bedingungen; bei Umweltstress (Nahrungsmangel, Photoperiode) Produktion von Männchen und haploiden Eiern zur geschlechtlichen Fortpflanzung.

Wikipedia →