Feld-Nachtwolfspinne
Trochosa ruricola
Die Feld-Nachtwolfspinne ist eine kräftig gebaute Spinne aus der Familie der Wolfspinnen (Lycosidae). Sie erreicht eine Körperlänge von bis zu 15 mm und weist eine bräunliche Grundfärbung mit einem charakteristischen hellen Mittelstreifen auf dem Vorderkörper auf. Die Art ist vorwiegend nachtaktiv und verbringt den Tag in selbstgegrabenen Wohnröhren oder unter Steinen und Totholz.

Details
Erkennungsmerkmale
Hellbrauner Mittelstreifen auf dem Carapax mit zwei dunklen Längsstrichen im vorderen Drittel; kräftige Beine ohne Dornenbewehrung wie bei Pardosa-Arten.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch; zeigt ausgeprägtes Balzverhalten und innerartliche Aggression außerhalb der Paarungszeit.
Ernährung
Insekten, Asseln und andere kleine Gliederfüßer.
Jagdstrategie
Aktiver Lauerjäger am Boden; nutzt keine Fangnetze.
Laichsubstrat
Eier werden in einem seidenen Kokon geschützt, der an den Spinnwarzen getragen wird.
Überwinterung
Überwinterung als subadultes oder adultes Tier in Erdröhren oder tief in der Streuschicht.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Prädator zur Regulierung von Insektenpopulationen in der Krautschicht und am Boden.
Natürliche Feinde
Vögel, Spitzmäuse, Wegwespen (Pompilidae) und größere Spinnenarten.
Konkurrenzarten
Andere Wolfspinnen der Gattungen Trochosa und Pardosa sowie Laufkäfer.
Ökosystemleistung
Natürliche Schädlingskontrolle in Agrarökosystemen durch Verzehr von Blattläusen und anderen Schadinsekten.
Bedrohungen
Intensive Landwirtschaft, hoher Pestizideinsatz und der Verlust von Brachflächen.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Gattungstypische dunkle Längsstriche im hellen Medianband des Prosomas. Von der sehr ähnlichen T. terricola durch das Fehlen von Krallen an den männlichen Pedipalpen und die Bevorzugung feuchterer Habitate zu unterscheiden. Männchen besitzen zudem auffällig verdickte, dunkle Taster-Endglieder (Cymbium).