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Fisch

Aland

Leuciscus idus

RL LC🔬 Zeigerart🦅 Wanderart

Der Aland ist ein mittelgroßer bis großer Süßwasserfisch mit einem seitlich leicht zusammengedrückten Körper. Er zeichnet sich durch seine silbrige Färbung und rötliche Flossen aus, wobei Zuchtformen wie die Goldorfe auffällig orange gefärbt sind. Er besiedelt vorwiegend langsam fließende Flüsse und Seen in Europa und Asien und gehört zur Gruppe der Weißfische.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Kleine Schuppen, endständiges Maul, gelbe Iris, rötliche Färbung der Bauch- und Afterflossen.

🐠

Sozialverhalten

Schwarmfisch, der besonders in der Jugend große Gruppen bildet; ältere Tiere leben oft in kleineren Trupps.

🍽️

Ernährung

Allesfresser, dessen Nahrungsspektrum von Insektenlarven, Schnecken und Krebstieren bis hin zu kleinen Fischen und Algen reicht.

🎯

Jagdstrategie

Aktives Suchen nach Nahrung sowohl am Gewässergrund als auch an der Wasseroberfläche (Anflugnahrung).

🥚

Laichsubstrat

Kiesiger Untergrund, Steine oder untergetauchte Wasserpflanzen.

❄️

Überwinterung

Überwinterung in tiefen, strömungsarmen Zonen am Gewässergrund bei reduziertem Stoffwechsel.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Bestandteil des Nahrungsnetzes als Konsument und Beute für größere Raubfische und Vögel.

🦅

Natürliche Feinde

Hecht, Zander, Kormoran, Graureiher und Fischotter.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Weißfischarten wie Döbel, Rotauge und Brachse.

🌟

Ökosystemleistung

Trägt zur biologischen Vielfalt bei und unterstützt den Nährstoffkreislauf in Gewässern.

⚠️

Bedrohungen

Zerstörung von Laichplätzen durch Flussbegradigung, Querverbauungen und Wasserverschmutzung.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Morphologie & Identifikation

Familie
Karpfenfische (Cyprinidae)
Körperlänge
30 – 80 cm
Maximalgröße
100
Gewicht
0.5 – 5 kg
Maximalgewicht
8
Lebenserwartung
10 – 20 years
Körperform
Kräftiger, seitlich leicht zusammengedrückter Körper; im Alter zunehmend hochrückig.
Schuppenformel
55-63 (SL)
Flossenformel
D III/8, A III/9-11

Färbung

Rücken olivgrün bis bläulich-schwarz, Flanken silbern glänzend, Bauch weiß; Brust-, Bauch- und Afterflossen rötlich gefärbt.

Erkennungsmerkmale

Kleine Schuppen (55-63 entlang der Seitenlinie), endständige Mundspalte, Afterflosse konkav (nach innen gewölbt).

Verwechslungsarten

Döbel (Squalius cephalus): größere Schuppen, nach außen gewölbte Afterflosse. Rotauge (Rutilus rutilus): rote Iris, größere Schuppen.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen sind meist etwas kleiner und schlanker als gleichaltrige Weibchen und tragen zur Laichzeit einen feinen Laichausschlag.

Habitat & Lebensraum

Tiefenbereich
1 – 15 m
Temperaturbereich
4 – 28 °C
pH-Bereich
6 – 9 pH

Fischregion

Brachsenregion (Metapotamal) und Kaulbarsch-Flunder-Region (Oligohalinikum).

Bevorzugte Zone

Bevorzugt die Freiwasserzone (Pelagial) und ufernahe Bereiche (Litoral) großer, langsam fließender Flüsse und Seen.

Strömungspräferenz

Potamophil; bevorzugt langsam fließendes Wasser, meidet starke Strömung.

Substratpräferenz

Sandiger oder kiesiger Grund, toleriert auch schlammige Substrate in Stillgewässern.

Sauerstoffbedarf

Mäßig; benötigt ca. 5-7 mg/L Sauerstoff für optimales Gedeihen.

Migration

Migrationstyp
Potamodrom (Süßwasser-Wanderer)
Wanderdistanz
5 – 100 km

Wanderverhalten

Potamodrom; unternimmt im Frühjahr Wanderungen aus den Unterläufen oder Seen flussaufwärts in kleinere Nebenflüsse zu den Laichplätzen.

Fortpflanzung

LaichzeitMär – Mai
J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
Laichtemperatur
7 – 12 °C

Laichsubstrat

Phytolithophil; laicht auf Wasserpflanzen, Wurzeln oder Kies ab.

Wikipedia →