Zum Inhalt springen
Bodeninsekt

Grünes Heupferd

Tettigonia viridissima

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Das Grüne Heupferd ist eine markante Laubheuschrecke, die durch ihre leuchtend grüne Farbe und extrem langen Fühler auffällt. Die Flügel sind bei beiden Geschlechtern gut entwickelt und überragen die Hinterknie deutlich, was die Art zu einem guten Flieger macht. Besonders bekannt ist sie für den lauten, schrillen Gesang der Männchen, der an warmen Tagen bis in die Nacht hinein zu hören ist.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Rein grüne Körperfarbe (selten gelblich), brauner Rückenstrich auf dem Halsschild, Flügel überragen das Hinterleibsende deutlich, Legeröhre des Weibchens fast gerade.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch; Männchen verteidigen Singwarten gegenüber Rivalen.

🍽️

Ernährung

Überwiegend räuberisch von anderen Insekten (Fliegen, Raupen, Blattläuse), gelegentlich auch weiche Pflanzenteile.

🎯

Jagdstrategie

Lauerjäger; nutzt die langen Fühler zum Aufspüren von Beute in der Vegetation.

🥚

Laichsubstrat

Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen in lockeren Boden abgelegt.

❄️

Überwinterung

Überwinterung als Ei im Boden; die Embryonalentwicklung dauert meist zwei Jahre.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator für kleinere Insekten; dient selbst als Nahrungsquelle für Vögel und Fledermäuse.

🦅

Natürliche Feinde

Vögel (z.B. Neuntöter), Fledermäuse, Spinnen, kleine Raubsäuger.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere große Laubheuschrecken wie das Zwitscherschrecke (Tettigonia cantans).

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Schädlingsbekämpfung durch den Verzehr von Blattläusen und Raupen.

⚠️

Bedrohungen

Intensivierung der Landwirtschaft, häufige Mahd, Einsatz von Insektiziden, Lebensraumverlust.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Laubheuschrecken (Tettigoniidae)

Erkennungsmerkmale

Sehr lange Flügel, die die Hinterknie deutlich überragen. Fühler sind körperlang oder länger. Weibchen mit langem, schwertförmigem, leicht nach unten gebogenem Legestachel (Ovipositor).

Lebensraum

Euryök; besiedelt sonnige Habitate wie Brachen, Wiesen, Gärten, Waldränder und Getreidefelder. Bevorzugt vertikale Strukturen wie Büsche und Bäume.

Ernährung

Omnivor mit hohem räuberischem Anteil; frisst Insekten (Blattläuse, Fliegen, Larven) sowie weiche Pflanzenteile.

Wikipedia →