Grünes Heupferd
Tettigonia viridissima
Das Grüne Heupferd ist eine markante Laubheuschrecke, die durch ihre leuchtend grüne Farbe und extrem langen Fühler auffällt. Die Flügel sind bei beiden Geschlechtern gut entwickelt und überragen die Hinterknie deutlich, was die Art zu einem guten Flieger macht. Besonders bekannt ist sie für den lauten, schrillen Gesang der Männchen, der an warmen Tagen bis in die Nacht hinein zu hören ist.

Details
Erkennungsmerkmale
Rein grüne Körperfarbe (selten gelblich), brauner Rückenstrich auf dem Halsschild, Flügel überragen das Hinterleibsende deutlich, Legeröhre des Weibchens fast gerade.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch; Männchen verteidigen Singwarten gegenüber Rivalen.
Ernährung
Überwiegend räuberisch von anderen Insekten (Fliegen, Raupen, Blattläuse), gelegentlich auch weiche Pflanzenteile.
Jagdstrategie
Lauerjäger; nutzt die langen Fühler zum Aufspüren von Beute in der Vegetation.
Laichsubstrat
Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen in lockeren Boden abgelegt.
Überwinterung
Überwinterung als Ei im Boden; die Embryonalentwicklung dauert meist zwei Jahre.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Prädator für kleinere Insekten; dient selbst als Nahrungsquelle für Vögel und Fledermäuse.
Natürliche Feinde
Vögel (z.B. Neuntöter), Fledermäuse, Spinnen, kleine Raubsäuger.
Konkurrenzarten
Andere große Laubheuschrecken wie das Zwitscherschrecke (Tettigonia cantans).
Ökosystemleistung
Biologische Schädlingsbekämpfung durch den Verzehr von Blattläusen und Raupen.
Bedrohungen
Intensivierung der Landwirtschaft, häufige Mahd, Einsatz von Insektiziden, Lebensraumverlust.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Sehr lange Flügel, die die Hinterknie deutlich überragen. Fühler sind körperlang oder länger. Weibchen mit langem, schwertförmigem, leicht nach unten gebogenem Legestachel (Ovipositor).
Lebensraum
Euryök; besiedelt sonnige Habitate wie Brachen, Wiesen, Gärten, Waldränder und Getreidefelder. Bevorzugt vertikale Strukturen wie Büsche und Bäume.
Ernährung
Omnivor mit hohem räuberischem Anteil; frisst Insekten (Blattläuse, Fliegen, Larven) sowie weiche Pflanzenteile.